Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Höchstwerte für Cumarin

Der Agrarrat der EU hat sich auf Höchstwerte für Cumarin in Lebensmitteln geeinigt. Danach dürfen in traditionellen und/oder saisonalen Backwaren, die Zimt als Inhaltsstoff ausweisen maximal 50 mg/kg Cumarin enthalten sein, in anderen Feinen Backwaren, die Zimt als Inhaltsstoff ausweisen nur 15 mg/kg. Damit ist die Diskussion um Cumarin allerdings noch nicht zuende. Die neue europäische Aromenverordnung muss das EU-parlament noch einmal passieren. Das Parlament steht einer Festlegung von Grenzwerten für Cumarin in mit Kräutern und Gewurzen aromatisierten Lebensmitteln aber eher ablehnend gegenüber. Außerdem will die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA bis Frühjahr 2008 ihre Empfehlung für eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge überprüfen.

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25.12.2007 Rohstoffe

Raffinierte Fette im Fadenkreuz des BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat am 18. Dezember auf seiner Homepage eine  Stellungnahme zum Vorkommen und zur Risikobewertung von 3-MCPD-Fettsäureestern in raffinierten Speisefetten und -ölen sowie fetthaltigen Lebensmitteln veröffentlicht.

Grundlage der Stellungnahme sind Ergebnisse vom Chemischen- und Verterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA,) das erhebliche Mengen von 3-MCPD-Estern in diversen Lebensmitteln gefunden hat. 3-MCPD ist eine toxische Substanz, die, wie das CVUA  schreibt, seit fast 30 Jahren als Kontaminant in verschiedenen Lebensmitteln bekannt ist, z.B. in Sojasauce oder in hocherhitzten Backwaren. Bei der Lebensmittelüberwachung wurden bislang immer nur freie 3-MCPD bestimmt, nicht aber 3-MCPD-Fettsäureester. Die zu bestimmen hat das CVUA jetzt eine neue Methode entwickelt, die in Kürze veröffentlicht wird. Damit lässt sich jetzt der Gesamtgehalt an 3-MCPD in Lebensmitteln quantifizieren. Ins Blickfeld geraten sind dabei Frittierfette und Margarinen mit gehärteten Fetten. Diese gehärteten Fette werden häufig zweimal - jeweils vor und nach der Härtung raffiniert bzw. teilraffiniert. 

Die Gefahr, die möglicherweise von 3-MCPD-Estern ausgeht, will indes noch niemand definieren. Eine aktuelle Gesundheitsgefahr besteht laut BfR nicht, allerdings fordert das BfR eine Minimierung von 3-MCPD-Estern in raffinierten Fetten und Ölen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat mehre Arbeitsgruppen zu dem Thema eingesetzt. Ziel ist es, verlässliche Analysemethoden zu entwickeln und die potentielle Giftigkeit zu bestimmen. Maßnahmen der Lebensmittelüberwachung wird es vorerst nicht geben, solange nicht geklärt ist, ob eine Gefahr besteht und wie groß sie ist. 

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25.12.2007 Rohstoffe

Rekordpreise für Milchpulver

2007 haben sich die Preise am deutschen Milchmarkt vollständig von der Interventionsverwertung abgekoppelt. Milchpulver wurde zu Höchstpreisen gehandelt.
Der Anstieg der Preise für Milchprodukte hat bei Proteinerzeugnissen, also bei Molkenpulver und Magermilchpulver, ihren Anfang genommen. Der Molkenpulverpreis erreichte im April 2007 seinen historischen Höchststand. Das Angebot am Binnenmarkt war verringert. Deutlich gestiegene Exporte, insbesondere nach Asien, hatten wesentlich dazu beigetragen. Außerdem ging die Erzeugung von Standard-Süßmolkenpulver zurück, da weniger Molke aus der Kaseinerzeugung anfiel und mehr Molkenderivate hergestellt wurden.

Bald erfasste der Boom am Proteinmarkt auch Magermilchpulver. Das Exportgeschäft, das 2006 regelrecht eingebrochen war, belebte sich stark, da im Frühjahr aus Herkünften außerhalb der EU keine Ware verfügbar war. Die Gebote am internationalen Markt zogen kontinuierlich an. Am Weltmarkt wie auch innerhalb der EU und Deutschlands erreichten die Preise neue Rekorde von bis zu vier Euro je Kilogramm.

Im Herbst haben sich die Märkte für Milcheiweiß beruhigt, und die Preise gaben nach. Am Weltmarkt war wieder mehr Ware aus Ozeanien und den USA verfügbar. Gleichzeitig ging die Nachfrage der Kälbermilchindustrie nach Magermilch- und Molkenpulver zurück, weil sie aus Rentabilitätsgründen weniger Kälber aufstallten und die Zusammensetzung des Futters veränderten. Auch wurde wieder mehr Magermilchpulver erzeugt.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 19.12.2007
Rekordpreise für Milchpulver

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25.12.2007 Rohstoffe

Eiermarkt stabil

Nicht nur für Bäckereien leiden unter den hohen Rohstoffpreisen. Auch die Eierhersteller mussten 2007 mehr Geld für das Futter ausgeben und kompensierten das seit Jahresmitte mit steigenden Preisen. In Deutschland wurden 2007 laut der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, der ZMP GmbH, Bonn, rund 13 Mrd. Eier gelegt und vermarktet. In der EU der 27 Mitgliedsländer lag die Gesamtproduktion in diesem Jahr bei rund 7 Mio. Tonnen Eiern. Der Verbrauch in Deutschland lag 2007 bei 206 Eiern pro Kopf (wie 2006) und damit um rund vier Milliarden höher als die inländische Produktion. Während die Privathaushalte ihren Eierkonsum leicht reduzierten, wuchs der Bedarf in Außer-Haus-Verzehr sowie in der Nahrungsmittelindustrie.

Für das kommende Jahr sagen die Experten Stabilität bei Verbrauch, Angebot und Preisen voraus. 

 

Quelle: ZMP GmbH, Bonn,  20.12.2007
Preise und Kosten am Eiermarkt höher als im Vorjahr

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25.12.2007 Rohstoffe

CSM verkauft Dekorhersteller in USA

OA Products aus Elk Grove V illage, Illinois, USA, hat seit dem 18. Dezember einen neuen Eigner. Die CSM-Gruppe mit Sitz im niederländischen Diemen hat den führenden Hersteller von Dekorartikeln für die Back- und foodindustrie in den USA an die Kerry-Gruppe verkauft. Reinoud Plantenberg, Geschäftsführer der Bakery Supplies North America von CSM bezeichnete gegenüber der Presse die Dekorschiene als nicht zum Kerngeschäft gehörend. Aus diesem Grunde habe CSM sich von OA Products getrennt.

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21.12.2007 Rohstoffe

Zusatzstoffe und ihre Wirkungen - Auflistung erschienen

Das Backmittelinstitut e.V. hat eine systematische Übersicht über Zusatzstoffe erstellt, die für die Backbranche von Bedeutung sind. Aufgeteilt sind die Listen in die Produktkategorien „Brot und Kleingebäck“, „Feine Backwaren“ und „Back- und Streichfette“. Jeder einzelne Zusatzstoff wurde daraufhin überprüft, ob er mit seiner jeweils spezifischen Funktion im Endprodukt noch eine technologische Wirkung entfaltet oder nicht. Die fertig gestellten Listen wurden n enger Abstimmung mit der österreichischen Lebensmittelüberwachung und dem österreichischen Bäcker­ und Konditorenhandwerk diskutiert und überarbeitet und am 23. August 2007 schließlich vom österreichischen Bundesministerium für Gesund­heit, Familie und Jugend / Codex-Unterkommission „Aromen, Zusatzstoffe, Enzyme“ per Erlass veröffentlicht.

 

Link zur Zusatzstoffliste 

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13.12.2007 Rohstoffe

Allergenkennzeichnung

Im amtsblattder Europäischen Union wurde die Richtlinie 2007/68/Eg veröffentlicht. Sie regelt u.a. die Angabe von Allergenen, die zukünftig auf der Zutatenliste zu finden sein muss.

1) Glutenhaltige Getreide (d. h. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Ka
mut oder deren Hybridstämme) und daraus gewonnene Erzeugnisse,
außer
a) Glukosesirupe auf Weizenbasis einschließlich Dextrose
b) Maltodextrine auf Weizenbasis ;
c) Glukosesirupe auf Gerstenbasis;
d) Getreide zur Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol
landwirtschaftlichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische
Getränke.
2. Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse.
3. Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse.
4. Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer
a) Fischgelatine, die als Träger für Vitamin- oder Karotinoidzubereitungen
verwendet wird;
b) Fischgelatine oder Hausenblase, die als Klärhilfsmittel in Bier und Wein
verwendet wird.
5. Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse.
6. Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer
a) vollständig raffiniertes Sojabohnenöl und -fett ;
b) natürliche gemischte Tocopherole (E306), natürliches D-alpha-Tocophe
rol, natürliches D-alpha-Tocopherolazetat, natürliches D-alpha-Tocopherol
sukzinat aus Sojabohnenquellen;
c) aus pflanzlichen Ölen aus Sojabohnen gewonnene Phytosterine und
Phytosterinester;
d) aus Pflanzenölsterinen gewonnene Phytostanolester aus Sojabohnen
quellen.7. Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose), außer
a) Molke zur Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol landwirtschaft
lichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische Getränke;
b) Lactit.
8. Schalenfrüchte, d. h. Mandeln (Amygdalus communis L.), Haselnüsse (Cory
lus avellana), Walnüsse (Juglans regia), Kaschunüsse
(Anacardium occidentale), Pekannüsse (Carya illinoiesis (Wangenh.) K. Koch),
Paranüsse (Bertholletia excelsa),
Pistazien (Pistacia vera), Makadamianüsse und Queenslandnüsse (Macada
mia ternifolia) und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer
a) Schalenfrüchte für die Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol
landwirtschaftlichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische
Getränke.
9. Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse.
10. Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse.
11. Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse.
12. Schwefeldioxid und Sulphite in Konzentrationen von mehr als 10 mg/kg
oder 10 mg/l, ausgedrückt als SO2.
13. Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse.
14. Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse.

Die Mitgliedstaaten müssen bis zum 31. 5. 2008 die Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen haben, um diese Richtlinie umzusetzen. Lebensmittel, die vor dem 31. 5. 2009 rechtmäßig im Handel sind, dürfen auch ohne diese Kennzeichnung bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft werden. 

 

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11.12.2007 Rohstoffe

Internationaler Getreiderat korrigiert Weizenprognose nach oben

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat Ende November seine Schätzung der weltweiten Weizenerzeugung 2007/08 gegenüber dem Vormonat um eine Million Tonnen auf 603 Millionen Tonnen nach oben korrigiert. Diese Prognose stimmt nun exakt mit jener des amerikanischen Landwirtschafsministeriums USDA überein. Während die Schätzungen für Argentinien, Osteuropa sowie die EU leicht höher ausfielen, senkte der IGC sie erneut für Australien und China. Die Aussichten für die Weizenernte Argentiniens sind überwiegend positiv. Aufgrund höherer Ertragserwartungen wird 15,5 Millionen Tonnen Weizen gerechnet, das wären 0,9 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr.

 Mit Blick auf die Anbauflächen zur Ernte 2008 prognostiziert der IGC eine Ausdehnung der Welt-Weizenfläche um rund vier Prozent auf 222 Millionen Hektar. Für die EU-27 wird dabei ein Anstieg um sechs Prozent beziehungsweise um 1,6 Millionen Hektar auf 26,7 Millionen Hektar erwartet. Neben den höheren Preisen wird dabei auch die Aussetzung der Flächenstilllegung als Grund angeführt. In Russland und der Ukraine erwartet der IGC einen Flächenzuwachs um bis zu zehn Prozent. Für Kanada und die USA wird ein Plus von sechs Prozent beziehungsweise elf Prozent auf 9,8 bzw. 26 Millionen Hektar prognostiziert.

Quelle ZMP GmbH, Bonn 

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10.12.2007 Rohstoffe

ZMP dementiert Meldung über sinkende Butterpreise

Die ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, Bonn, dementierte am Donnerstag die zuvor in der Presse aufgetauchte Meldung, sie erwarte einen Rückgang des Butterpreises im Lebensmitteleinzelhandel um 20 Cent auf ca. 99 Cent pro Halbpfundspaket. Die Meldung, die u.a. auch in der LebensmittelZeitung verbreitet worden war, behauptete zudem, der Preis für lose Butter sei bereits wieder auf knapp über 3 Euro pro Kilo gefallen und damit beinahe auf Vorjahresniveau. Der ZMP zufolge waren die Geschäfte mit Butter in den vergangenen Wochen etwas weniger lebhaft. "Die Preise auf Großhandelsebene haben in den letzten Tagen etwas nachgegeben, liegen aber weiter deutlich über denen des vergangenen Jahres. Zurzeit sind die Verhandlungen zwischen Molkereien und Handel um neue Kontrakte noch nicht abgeschlossen, so dass ein Absinken der Preise derzeit von der ZMP nicht bestätigt werden kann.Der Verbraucher zahlte im November nach den jüngsten Daten des GfK-Haushaltspanels einen Preis, der über alle Bundesländer und Geschäftstypen in Höhe von 1,20 Euro/Päckchen (250 g) lag. Der Einkauf von Butter ging nach der Preiserhöhung im August zwischenzeitlich um bis 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, im Oktober lag die Kaufzurückhaltung immer noch bei minus 14 Prozent.". Die zuvor gelaufene Meldung, die u.a. nicht namentlich genannte Brancheninsicer zitierte, berichtete dagegen von Butter aus Polen, Tschechien und Belgien, die auf den Markt dränge und die hiesigen Preise nach unten befördere. Der Handel könne mit den dortigen Lieferanten weitaus günstiger abschließen als mit den deutschen.

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10.12.2007 Rohstoffe

Starke Performance-Unterschiede

Die britische Marktforschungsgesellschaft Plimsoll hat 200  Lebensmittelrohstofflieferanten im Königreich nach ihrer Umsatzentwicklung befragt. Dabei haben die Analysten festgestellt, dass nicht nur der Gesamtumsatz der Branche insgesamt leicht rückläufig ist, sondern  kleinere Unternehmen auch deutlich schlechtere Karten haben als große. Hintergrund ist nach Ansicht der Plimsoll-Analysten, dass die Verbraucher immer weniger Mahlzeiten selber herstellen, sondern vorbereitete oder gar Fertigmahlzeiten zu sich nehmen. Die aber werden überwiegend von großen Herstellern angeboten, die wiederum in der Lage sind, Preisdruck auf ihre Vorlieferanten auszuüben. Dem haben kleinere Lieferanten in der Regel weniger entgegen zu setzen als große. Kleine Firmen, die vor sechs Jahren noch durchschnittliche Umsatzwachstumsraten von 12,7 % angaben, mussten im vergangenen Jahr durchschnittlich Umsatzverluste von 4,1% hinnehmen. Auch die Margen der Rohstofflieferanten fallen sehr unterschiedlich aus. Durchschnittlich liegt die "gross profit margin" (Bruttogewinnspanne) bei 21,2 % des Umsatzes. kleine Unternehmen erreichen sogar 33,1 %, während große 20,9 % erwirtschaften. 40 % der befragten Unternehmen konnten im vergangenen Jahr ihre Margen erhöhen, genau so viele mussten Einbußen hinnehmen. Zu den fünf Rohstofflieferanten, die bei der Befragung am besten abschnitten, nimmt der Bäckereirohstofflieferant Cereform den zweiten Platz ein.

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30.11.2007 Rohstoffe