Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Strukturwandel in der Mühlenindustrie schwächt ab

In der deutschen Mühlenbranche hat sich der Strukturwandel im Wirtschaftsjahr 2006/07 in abgeschwächter Form fortgesetzt. Die Zahl der meldepflichtigen Mühlen ging leicht zurück. Gleichzeitig verringerte sich die Vermahlungsmenge sowohl von Weizen als auch von Roggen. Der Rückgang ist in erster Linie auf eine kleinere Ernte und niedrigere Ausfuhren zurückzuführen. Das Angebot für den heimischen Markt verringerte sich nur minimal.

In der Saison 2006/07 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit insgesamt 317 meldepflichtige Mühlen mit einer Jahresvermahlung von mehr als 500 Tonnen registriert. Das war ein Unternehmen weniger als im Jahr zuvor. Der Trend setzte sich damit fort, hat sich allerdings deutlich verlangsamt. Vor zehn Jahren gab es noch gut 70 Mühlen mehr.

Mehr Hartweizen vermahlen
Im Wirtschaftsjahr 2006/07 wurden von den deutschen Mühlen insgesamt 7,94 Millionen Tonnen Getreide vermahlen. Das waren rund 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die vermahlene Menge teilt sich auf in 7,56 Millionen Tonnen Brotgetreide und 0,38 Millionen Tonnen Hartweizen. Von der Brotgetreidemenge entfielen 6,67 Millionen Tonnen auf Weichweizen (minus 2,4 Prozent) und 0,89 Millionen Tonnen auf Roggen (minus 0,9 Prozent).

Die Anteile von Brotgetreide an der Gesamtvermahlung änderten sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zu Gunsten von Hartweizen. Denn die
Vermahlungsmenge von Hartweizen stieg um knapp 0,6 Prozent auf 0,38 Millionen Tonnen.

Von dem vermahlenen Brotgetreide waren knapp 0,6 Millionen Tonnen oder 7,7 Prozent für den Export bestimmt. Das waren gut 100.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Strukturwandel in der deutschen Mühlenbranche schwächt sich ab
 

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 7.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe

Handel mit Ölsaaten nimmt weltweit zu

Der Außenhandel mit Ölsaaten und -nachprodukten wächst in großen Schritten. Die Haupterzeugungs- und Exportländer befinden sich auf dem amerikanischen Kontinent, während die Empfangsländer vor allem in Ostasien liegen. Aber auch die EU nimmt nennenswerte Mengen an Ölsaaten und Ölschroten aus Drittländern auf.
Hauptexportgut sind pflanzliche Öle. Von den produzierten 127 Millionen Tonnen gehen knapp 40 Prozent in den Export, bei den Ölschroten liegt der Anteil bei 30 Prozent. Ölsaaten werden zu mehr als einem Fünftel über die Grenzen gehandelt.

Angesichts steigender Bevölkerungszahlen, wachsender Bruttoinlandsprodukte und höherer Einkommen in den Schwellenländern nimmt die Nachfrage nach veredelten Produkten stetig zu. Neben Futtermitteln für die Tierhaltung sind hochwertige Speise- /Nahrungsöle ebenfalls zunehmend gefragt. Aber auch Rohstoffe zur Biokraftstoffproduktion werden mehr und mehr über die Grenzen gehandelt.

Hauptempfangsland für Ölsaaten ist China, mit steigender Tendenz. Die Erzeugung geht dort aufgrund ungünstiger Bedingungen zurück, während die Nachfrage sprunghaft steigt. Ölschrote nimmt vor allem die EU auf. Bei den Pflanzenölen haben eben ebenfalls die EU und China hohen Importbedarf.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 9.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe

Weizenpreise weltweit ein Problem

Egal, wohin man schaut, kein Land, in dem die Bäcker nicht massiv unter den Weizenpreiserhöhungen der vergangenen Monate leiden. Besonders problematisch sieht die Situation für jene Bäckereien aus, die unter einem staatlichen Brotpreisregime leben und arbeiten müssen. Brot ist eben mehr als ein Nahrungsmittel und der Preis dafür nicht selten ein Politikum, dem masiver Einfluss auf die Beliebtheit von Regierungen bei der Bevölkerung nachgesagt wird. Die Preiserhöhungen am Getreidemarkt und im Gefolge die der Mehle hat deshalb manche Regierung in Bedrängnis gebraucht.

Nun sind ide gegenwärtigen Preise keineswegs nur das Resultat von Angebot und Nachfrage. Internationale Spekulanten spielen mit, vagabundierende Gelder von Fondgesellschaften, die zur Zeit kein Anlegeziel finden, werden zur Spekulation an Rohstoffmärkten genutzt und natürlich nutzen mancherorts auch Anbieter und Händler ihre Machtposition aus, besonders dort, wo sie sich alleine wähnen. Das gilt übrigens nicht nur für die Mehlmärkte, sondern inzwischen auch für Rohstoffe wie Zucker.

In  Nigeria beispielsweise sind die Mehlpreise inzwischen rund 70 % höher als noch vor einem Jahr, der Zuckerpreis steigt täglich - es gibt nur einen einzigen Zuckeranbeiter im Land. Die Nigerianischen Bäcker haben mittlerweile die Regierung aufgefordert, gegen die steigenden Rohstoffkosten etwas zu unternehmen. China hatte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 den Export von Weizen und Mais gestoppt, um die eigene Versorgung zu sichern. Inzwischen kam auch der Reisexport unter Kontrolle. In Israel (wir berichteten mehrfach) konnten die Bäcker erst nach einem erbitterten Streit mit dem Handelsminister die Preise für jene einfachen Brotsorten erhöhen, die unter Bewirtschaftung stehen. Der Minister versprach im Gegenzug armen Familien aus einem Sozialfond entsprechenden Ausgleich zukommen zu lassen. In Japan, das rund 60 % der Kalorienzufuhr seiner Bürger importieren muss, reguliert die Regierung den inländischen Preis der meisten Güter über die Importkontingente. Doch gegen die  steigenden Weltmarktpreise ist das kein Bollwerk und so wurden die Japaner nach Jahren der Deflation auf dem Food-Markt im Dezember erstmals nach mehr als zwei Jahrzehnten mit einer Brotpreiserhöhung konfrontiert.In Kirgisien haben sich die Brotpreise im zweiten Halbjahr 2007 mehr als verdoppelt und das kostete dem Wirtschaftsminister Sabyrbek Molokodulov den Job. Die Liste der Länder, denen der Getreidepreis große Probleme bereitet, lässt sich beliebig fortsetzen. Das Problem dürfte der Backwelt erhalten bleiben, wenn auch nicht immer in dieser Schärfe. Matti Rihko, CEO der finnischen Gruppe Raisio*, gab Mitte Dezember zu Protokoll, dass er für 2008 niedrigere Weizenpreise erwarte. Allerdings, so Rihko, seien die Märkte nach wie vor sehr nervös und damit bleibe die Volatilität - also die Bereitschaft, beim geringsten Grund im Preis zu schwanken - wohl erhalten.

*Raisio ist ein finnischer Konzern, der sich auf pflanzliche Lebensmittel und Rohstoffe spezialisiert hat. Er setze 2006 rund 450 Mio. € umsetzte. 

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13.01.2008 Rohstoffe

Xylanase ohne Genmodifikation

Der britische Enzymhersteller Biocatalysts hat nach eigenen Angaben eine Xylanase entwickelt, zu deren Herstellung keine genveränderten Mikroorganismen notwendig sind. Der Bedarf an nicht auf Gentechnik basierenden Enzymen in der Backbranche sei gestiegen, so das Unternehmen, seit Konsumenten immer häufiger nach den Rohstoffen und deren Herkunft und Herstellung fragen. Das neue Enzym, so Biocatalysts, sei ein klein wenig teurer als das auf Gentechnik basierende Parallelprodukt, das ebenfalls im Sortiment der Briten existiert, aber bei einer Dosierung von 40 bis 120 ppm auf das Mehlgewicht, falle dies wohl kaum ins Gewicht. Das Unternehmen aus der Provinz Wales arbeitet seit geraumer Zeit an Gentechnik-freien Enzymen. Heute machen auf Gentechnik basierende Enzyme nur noch 6 % der hergestellten Enzyme aus und man bemühe sich, so Marketingmanagerin Caroline West, auch zu diesen eine Alternative zu finden.

 

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06.01.2008 Rohstoffe

Gute Obsternte 2007

Die Obsternte 2007 dürfte mit 1,4 Millionen Tonnen – endgültige Zahlen liegen noch nicht vor - die größte seit dem Jahr 2000 sein. Sie wird ganz eindeutig von den Äpfeln dominiert: Rund drei Viertel der Gesamterzeugung im Marktobstbau entfallen auf diese Obstart.
Für 2007 kann mit 1,05 Millionen Tonnen Äpfeln gerechnet werden. Damit wird erstmals seit dem Jahr 2000 die Schwelle von 1 Million Tonnen wieder überschritten. Nimmt man noch die Birnen dazu, erhöht sich der Kernobstanteil auf rund 78 Prozent. Weitere 10 Prozent teilen sich Süß- und Sauerkirschen sowie Pflaumen und Zwetschen mit geringen Mengen an Mirabellen und Renekloden. Neben diesen Baumobstarten fallen vor allem noch die Erdbeeren mit einem Anteil von rund 11 Prozent an der deutschen Obsternte ins Gewicht.
 Quelle: ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH,Bonn.

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04.01.2008 Rohstoffe

Kampf um die Batterieeier

In den Niederlanden haben Tierschutzverbände im vergangenen Jahr gezielt Lebensmittelbetriebe, darunter auch diverse Großbäckereien, auf die Verwendung von Eiern aus Legebatterien angesprochen. Inzwischen zeigt die öffentliche Kampagne erste Erfolge. Wie es heißt, wollen Bakker Bart, die Waffelfabrik Van der Breggen, Verkade und auch McDonalds künftig auf Batterieeier verzichten und nur noch Eier von Hühnern verwenden, die auch im Dreck scharren dürfen.

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02.01.2008 Rohstoffe

Strommarkt Nordwesteuropa

Steter Tropfen höhlt den Stein. Das scheint auch bei den Stromkonzernen zu funktionieren. Bevor das politische Kapital im wahlkampfträchtigen Jahr 2008 endgültig verspielt ist und selbst deutsche Wirtschaftsminister eine Trennung von Produktion und Netz fordern, haben sieben Transportnetzbetreiber aus Deutschland, Frankreich und Benelux sich entschlossen , eine gemeinsame Netzdienstgesellschaft in Luxemburg zu gründen, die Anfang 2009 die Koppelung der Strommärkte in diesen Regionen betreiben soll. Darüber hinaus haben die Strombörsen EEX (Leipzig) und Powernext (Paris) erklärt, sie hätten sich auf eine zukunftsträchtige Kooperation für die einheitliche Abwicklung des Stromhandelsgeschäftes geeinigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das auch mäßigend auf den Strompreis auswirkt.

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02.01.2008 Rohstoffe

FDA überarbeitet Health-Claim für Sojaprotein

Die amerikanische Lebensmittelaufsichtsbehörde FDA wird den Health-Claim für Sojaprotein überarbeiten. Der 1999 gewährte Claim basiert auf der Ansicht, Sojaprotein senke den Anteil gesättigter Fettsäuren in der Gesamtnahrungsaufnahme und damit den Cholesterinspiegel. Beides sei nützlich bei der Vermeidung von Herzkranzgefäß-Erkränkungen. Inzwischen haben mehrere wissenschaftliche Studien nachgewiesen, dass dieser Vorteil, wenn überhaupt vorhanden, dann nur sehr gering ist.

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28.12.2007 Rohstoffe

Neue Mühle für Pfahnl

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art machte sich die Pfahnl Backmittel GmbH im österreichischen Pregarten. Bereits am 5. Dezember wurde der Startknopf für „die modernste Hightech-Mühle der Welt“ (O-Ton Geschäftsführer Andreas Pfahnl) bedient. Nach intensiven Planungs- und Umbauarbeiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 4,5 Mio. € werden in der Pfahnl Mühle nun bis zu 240.000 kg Getreide täglich vermahlen. Die nächste Ausbaustufe (330.000 kg / Tag) ist bereits in Planung.

Sämtliche produktberührenden Teile der neuen Vermahlungstechnik sind aus rostfreiem Edelstahl, wodurch jede Feuchtigkeitsaufnahme vermieden wird. In der Vergangenheit wurden Walzenstühle und Plansichter in der Regel mit Holzteilen gebaut. 20 % der gebrauchten Energie des Unternehmens werden über eigene Wasserkraftgeneratoren gewonnen.

Das im Mühlviertel beheimatete Familienunternehmen Pfahnl, das inzwischen von der 18. Generation geleitet wird, beschäftigt 115 Mitarbeiter und produziert rund 400 Produkte, Mehle, Kleie, Schrote auf der einen Seite und Backmittel, Backmischungen, Füllungen und Cremepulver auf der anderen. Das Müllereigeschäft trägt ca. 60% des Umsatzes von rund 40 Mio. €, 40 % entfallen auf das Backmittelgeschäft, das inzwischen auch eine Bio-Sparte aufweist..
Seit zehn Jahren arbeitet in Litomysl in Tschechien eine eigene Tochtergesellschaft. Seither wurde kontinuierlich in Mittel- und Osteuropa expandiert. Inzwischen gibt es weitere Tochtergesellschaften in Ungarn, Slovakei und Rumänien. In Deutschland ist Pfahnl mit einer eigenen Tochtergesellschaft mit sechs Mitarbeitern in Ettringen vertreten.

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27.12.2007 Rohstoffe

Überproduktion vorbei, aber keine dauerhafte Hausse

In einem kurzen, aber lesenswerten Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 27. Dezember gibt OECD-Direktor Stefan Tangermann eine Einschätzung der künftigen Agrarmärkte. Die Zeiten der Überproduktion seien vorbei, so Tangermann. Auch wenn die Preise künftig höher ausfallen als in der Vergangenheit, sei das gegenwärtige Hoch als eine vorübergehende Erscheinung zu werten. Der Produktion von Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen steht der OECD-Mann skeptisch gegenüber, zumal wenn sie nur mit Subventionen wettbewerbsfähig gemacht werden kann. Probleme bereiten die gestiegenen Rohstoffpreise laut Tangermann vor allem jenen Schwellen- und Entwicklungsländern, die auf Importe von Nahrungsmitteln wie Getreide angewiesen sind. Allerdings würden produzierende Schwellen- und Entwicklungsländer künftig mehr Bedeutung im Handel mit Agrarrohstoffen bekommen und somit den Einfluss von EU und USA relativieren.

Die OECD "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" mit Sitz in Paris gilt als eie der bedeutendsten Beratungsorganisationen. Ihr gehören neben den Industrieländern Europas die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Mexiko, Japan und Südkorea an.  

 

 

 

 

 

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27.12.2007 Rohstoffe