Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Kampf um die Batterieeier

In den Niederlanden haben Tierschutzverbände im vergangenen Jahr gezielt Lebensmittelbetriebe, darunter auch diverse Großbäckereien, auf die Verwendung von Eiern aus Legebatterien angesprochen. Inzwischen zeigt die öffentliche Kampagne erste Erfolge. Wie es heißt, wollen Bakker Bart, die Waffelfabrik Van der Breggen, Verkade und auch McDonalds künftig auf Batterieeier verzichten und nur noch Eier von Hühnern verwenden, die auch im Dreck scharren dürfen.

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02.01.2008 Rohstoffe

Strommarkt Nordwesteuropa

Steter Tropfen höhlt den Stein. Das scheint auch bei den Stromkonzernen zu funktionieren. Bevor das politische Kapital im wahlkampfträchtigen Jahr 2008 endgültig verspielt ist und selbst deutsche Wirtschaftsminister eine Trennung von Produktion und Netz fordern, haben sieben Transportnetzbetreiber aus Deutschland, Frankreich und Benelux sich entschlossen , eine gemeinsame Netzdienstgesellschaft in Luxemburg zu gründen, die Anfang 2009 die Koppelung der Strommärkte in diesen Regionen betreiben soll. Darüber hinaus haben die Strombörsen EEX (Leipzig) und Powernext (Paris) erklärt, sie hätten sich auf eine zukunftsträchtige Kooperation für die einheitliche Abwicklung des Stromhandelsgeschäftes geeinigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das auch mäßigend auf den Strompreis auswirkt.

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02.01.2008 Rohstoffe

FDA überarbeitet Health-Claim für Sojaprotein

Die amerikanische Lebensmittelaufsichtsbehörde FDA wird den Health-Claim für Sojaprotein überarbeiten. Der 1999 gewährte Claim basiert auf der Ansicht, Sojaprotein senke den Anteil gesättigter Fettsäuren in der Gesamtnahrungsaufnahme und damit den Cholesterinspiegel. Beides sei nützlich bei der Vermeidung von Herzkranzgefäß-Erkränkungen. Inzwischen haben mehrere wissenschaftliche Studien nachgewiesen, dass dieser Vorteil, wenn überhaupt vorhanden, dann nur sehr gering ist.

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28.12.2007 Rohstoffe

Neue Mühle für Pfahnl

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art machte sich die Pfahnl Backmittel GmbH im österreichischen Pregarten. Bereits am 5. Dezember wurde der Startknopf für „die modernste Hightech-Mühle der Welt“ (O-Ton Geschäftsführer Andreas Pfahnl) bedient. Nach intensiven Planungs- und Umbauarbeiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 4,5 Mio. € werden in der Pfahnl Mühle nun bis zu 240.000 kg Getreide täglich vermahlen. Die nächste Ausbaustufe (330.000 kg / Tag) ist bereits in Planung.

Sämtliche produktberührenden Teile der neuen Vermahlungstechnik sind aus rostfreiem Edelstahl, wodurch jede Feuchtigkeitsaufnahme vermieden wird. In der Vergangenheit wurden Walzenstühle und Plansichter in der Regel mit Holzteilen gebaut. 20 % der gebrauchten Energie des Unternehmens werden über eigene Wasserkraftgeneratoren gewonnen.

Das im Mühlviertel beheimatete Familienunternehmen Pfahnl, das inzwischen von der 18. Generation geleitet wird, beschäftigt 115 Mitarbeiter und produziert rund 400 Produkte, Mehle, Kleie, Schrote auf der einen Seite und Backmittel, Backmischungen, Füllungen und Cremepulver auf der anderen. Das Müllereigeschäft trägt ca. 60% des Umsatzes von rund 40 Mio. €, 40 % entfallen auf das Backmittelgeschäft, das inzwischen auch eine Bio-Sparte aufweist..
Seit zehn Jahren arbeitet in Litomysl in Tschechien eine eigene Tochtergesellschaft. Seither wurde kontinuierlich in Mittel- und Osteuropa expandiert. Inzwischen gibt es weitere Tochtergesellschaften in Ungarn, Slovakei und Rumänien. In Deutschland ist Pfahnl mit einer eigenen Tochtergesellschaft mit sechs Mitarbeitern in Ettringen vertreten.

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27.12.2007 Rohstoffe

Überproduktion vorbei, aber keine dauerhafte Hausse

In einem kurzen, aber lesenswerten Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 27. Dezember gibt OECD-Direktor Stefan Tangermann eine Einschätzung der künftigen Agrarmärkte. Die Zeiten der Überproduktion seien vorbei, so Tangermann. Auch wenn die Preise künftig höher ausfallen als in der Vergangenheit, sei das gegenwärtige Hoch als eine vorübergehende Erscheinung zu werten. Der Produktion von Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen steht der OECD-Mann skeptisch gegenüber, zumal wenn sie nur mit Subventionen wettbewerbsfähig gemacht werden kann. Probleme bereiten die gestiegenen Rohstoffpreise laut Tangermann vor allem jenen Schwellen- und Entwicklungsländern, die auf Importe von Nahrungsmitteln wie Getreide angewiesen sind. Allerdings würden produzierende Schwellen- und Entwicklungsländer künftig mehr Bedeutung im Handel mit Agrarrohstoffen bekommen und somit den Einfluss von EU und USA relativieren.

Die OECD "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" mit Sitz in Paris gilt als eie der bedeutendsten Beratungsorganisationen. Ihr gehören neben den Industrieländern Europas die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Mexiko, Japan und Südkorea an.  

 

 

 

 

 

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27.12.2007 Rohstoffe

Höchstwerte für Cumarin

Der Agrarrat der EU hat sich auf Höchstwerte für Cumarin in Lebensmitteln geeinigt. Danach dürfen in traditionellen und/oder saisonalen Backwaren, die Zimt als Inhaltsstoff ausweisen maximal 50 mg/kg Cumarin enthalten sein, in anderen Feinen Backwaren, die Zimt als Inhaltsstoff ausweisen nur 15 mg/kg. Damit ist die Diskussion um Cumarin allerdings noch nicht zuende. Die neue europäische Aromenverordnung muss das EU-parlament noch einmal passieren. Das Parlament steht einer Festlegung von Grenzwerten für Cumarin in mit Kräutern und Gewurzen aromatisierten Lebensmitteln aber eher ablehnend gegenüber. Außerdem will die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA bis Frühjahr 2008 ihre Empfehlung für eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge überprüfen.

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25.12.2007 Rohstoffe

Raffinierte Fette im Fadenkreuz des BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat am 18. Dezember auf seiner Homepage eine  Stellungnahme zum Vorkommen und zur Risikobewertung von 3-MCPD-Fettsäureestern in raffinierten Speisefetten und -ölen sowie fetthaltigen Lebensmitteln veröffentlicht.

Grundlage der Stellungnahme sind Ergebnisse vom Chemischen- und Verterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA,) das erhebliche Mengen von 3-MCPD-Estern in diversen Lebensmitteln gefunden hat. 3-MCPD ist eine toxische Substanz, die, wie das CVUA  schreibt, seit fast 30 Jahren als Kontaminant in verschiedenen Lebensmitteln bekannt ist, z.B. in Sojasauce oder in hocherhitzten Backwaren. Bei der Lebensmittelüberwachung wurden bislang immer nur freie 3-MCPD bestimmt, nicht aber 3-MCPD-Fettsäureester. Die zu bestimmen hat das CVUA jetzt eine neue Methode entwickelt, die in Kürze veröffentlicht wird. Damit lässt sich jetzt der Gesamtgehalt an 3-MCPD in Lebensmitteln quantifizieren. Ins Blickfeld geraten sind dabei Frittierfette und Margarinen mit gehärteten Fetten. Diese gehärteten Fette werden häufig zweimal - jeweils vor und nach der Härtung raffiniert bzw. teilraffiniert. 

Die Gefahr, die möglicherweise von 3-MCPD-Estern ausgeht, will indes noch niemand definieren. Eine aktuelle Gesundheitsgefahr besteht laut BfR nicht, allerdings fordert das BfR eine Minimierung von 3-MCPD-Estern in raffinierten Fetten und Ölen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat mehre Arbeitsgruppen zu dem Thema eingesetzt. Ziel ist es, verlässliche Analysemethoden zu entwickeln und die potentielle Giftigkeit zu bestimmen. Maßnahmen der Lebensmittelüberwachung wird es vorerst nicht geben, solange nicht geklärt ist, ob eine Gefahr besteht und wie groß sie ist. 

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25.12.2007 Rohstoffe

Rekordpreise für Milchpulver

2007 haben sich die Preise am deutschen Milchmarkt vollständig von der Interventionsverwertung abgekoppelt. Milchpulver wurde zu Höchstpreisen gehandelt.
Der Anstieg der Preise für Milchprodukte hat bei Proteinerzeugnissen, also bei Molkenpulver und Magermilchpulver, ihren Anfang genommen. Der Molkenpulverpreis erreichte im April 2007 seinen historischen Höchststand. Das Angebot am Binnenmarkt war verringert. Deutlich gestiegene Exporte, insbesondere nach Asien, hatten wesentlich dazu beigetragen. Außerdem ging die Erzeugung von Standard-Süßmolkenpulver zurück, da weniger Molke aus der Kaseinerzeugung anfiel und mehr Molkenderivate hergestellt wurden.

Bald erfasste der Boom am Proteinmarkt auch Magermilchpulver. Das Exportgeschäft, das 2006 regelrecht eingebrochen war, belebte sich stark, da im Frühjahr aus Herkünften außerhalb der EU keine Ware verfügbar war. Die Gebote am internationalen Markt zogen kontinuierlich an. Am Weltmarkt wie auch innerhalb der EU und Deutschlands erreichten die Preise neue Rekorde von bis zu vier Euro je Kilogramm.

Im Herbst haben sich die Märkte für Milcheiweiß beruhigt, und die Preise gaben nach. Am Weltmarkt war wieder mehr Ware aus Ozeanien und den USA verfügbar. Gleichzeitig ging die Nachfrage der Kälbermilchindustrie nach Magermilch- und Molkenpulver zurück, weil sie aus Rentabilitätsgründen weniger Kälber aufstallten und die Zusammensetzung des Futters veränderten. Auch wurde wieder mehr Magermilchpulver erzeugt.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 19.12.2007
Rekordpreise für Milchpulver

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25.12.2007 Rohstoffe

Eiermarkt stabil

Nicht nur für Bäckereien leiden unter den hohen Rohstoffpreisen. Auch die Eierhersteller mussten 2007 mehr Geld für das Futter ausgeben und kompensierten das seit Jahresmitte mit steigenden Preisen. In Deutschland wurden 2007 laut der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, der ZMP GmbH, Bonn, rund 13 Mrd. Eier gelegt und vermarktet. In der EU der 27 Mitgliedsländer lag die Gesamtproduktion in diesem Jahr bei rund 7 Mio. Tonnen Eiern. Der Verbrauch in Deutschland lag 2007 bei 206 Eiern pro Kopf (wie 2006) und damit um rund vier Milliarden höher als die inländische Produktion. Während die Privathaushalte ihren Eierkonsum leicht reduzierten, wuchs der Bedarf in Außer-Haus-Verzehr sowie in der Nahrungsmittelindustrie.

Für das kommende Jahr sagen die Experten Stabilität bei Verbrauch, Angebot und Preisen voraus. 

 

Quelle: ZMP GmbH, Bonn,  20.12.2007
Preise und Kosten am Eiermarkt höher als im Vorjahr

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25.12.2007 Rohstoffe

CSM verkauft Dekorhersteller in USA

OA Products aus Elk Grove V illage, Illinois, USA, hat seit dem 18. Dezember einen neuen Eigner. Die CSM-Gruppe mit Sitz im niederländischen Diemen hat den führenden Hersteller von Dekorartikeln für die Back- und foodindustrie in den USA an die Kerry-Gruppe verkauft. Reinoud Plantenberg, Geschäftsführer der Bakery Supplies North America von CSM bezeichnete gegenüber der Presse die Dekorschiene als nicht zum Kerngeschäft gehörend. Aus diesem Grunde habe CSM sich von OA Products getrennt.

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21.12.2007 Rohstoffe