Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Fast 1,1 Mio. Tonnen Äpfel im Jahr 2007 geerntet

Die deutschen Baumobstbauern haben im Jahr 2007 1,07 Mio. Tonnen Äpfel geerntet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Ernteertrag je Hektar Anbaufläche war im letzten Jahr mit 33,7 Tonnen der höchste Wert seit der Erfassung der Ernteerträge in Tonnen je Hektar im Jahr 1993. Er lag damit um 24,3 Prozent über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Die deutsche Apfelernte reicht jedoch bei weitem nicht, um den Inlandsverbrauch zu decken. Daher wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2007 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik zusätzlich noch 495.000 Tonnen Frischäpfel eingeführt. Im Jahr 2006 waren insgesamt 786.700 Tonnen Äpfel importiert worden, die vorwiegend aus Italien stammten. Die wichtigsten deutschen Apfel-Anbaugebiete liegen in Baden-Württemberg (Bodenseeregion) und in Niedersachsen ("Altes Land") sowie in Sachsen.

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19.02.2008 Rohstoffe

Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH & Co KG übernommen

Der US-amerikanische Agrarrohstoff- und Lebensmittelhersteller Bunge übernimmt den Margarinehersteller Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH & Co KG und steigt damit zum Marktführer für Margarine-Handelsmarken in Deutschland auf. Die zuständigen Kartellbehörden haben der Übernahme bereits zugestimmt.

Bunge wurde 1818 gegründet und beschäftigt 22.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Das Unternehmen produziert landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel für Endverbraucher und liefert zudem auch Agrarrohstoffe für die Biodiesel-Produktion. In Deutschland stellt Bunge in Mannheim neben Sojamehl auch Rapsöl her, das in einem Joint Venture zu Biodiesel weiterverarbeitet wird. Die Walter Rau Lebensmittelwerke beschäftigen an den Standorten Hilter und Kleve 280 Mitarbeiter und ist nicht zu verwechseln mit der Walter rau neusser Öl und Fett AG, Neuss.  Den Vertrieb der Margarinen und Fette für die Backbranche von Walter Rau, Hilter,  übernahm zum 1. Oktober 2003 die C. Siebrecht Söhne GmbH & Co KG, Hannover.

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07.02.2008 Rohstoffe

Diacetyl unter Verdacht

Die  Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) fordert staatliche Gesundheitsbehörden weltweit auf, dringende Maßnahmen zu treffen, um die Verwendung des chemischen Aromastoffs Diacetyl zu überwachen. In den USA, so die Gewerkschaften, sei der Zusammenhang mit zum teil tödlich verlaufenden Lungenerkrankungen in Unersuchungen festgestellt worden. Diacetyl ist Teil künstlicher Butteraromen und wird u.a. bei der Herstellung von Popcorn verwendet.

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28.01.2008 Rohstoffe

Acrylamid nächste Runde

Acrylamid, so die Forscher des National Food Instituts der Technischen Universität von Dänemark und die Dänische Krebsgesellschaft haben jüngst neue Forschungsergebnisse im International Journal of Cancer veröffentlicht. Danach erhöht Acrylamid möglicherweise das Brustkrebs-Risiko bei Frauen nach der Menopause. Wähend andere Studien zu Acrylamid in der Regel von Angaben über Eßgewohnheiten auf die Acrylamidbelastung der Probantinnen schließen, gingen die Dänen in ihrer Untersuchung anders vor. Sie benutzten einen biologische Marker, der verdeutlicht, wie viel Acrylamid an das Hämoglobin in den roten Blutzellen gebunden ist. In einer niederländischen Studie wird außerdem der Verdacht erhoben, Acrylamid konnte Eierstockkrebs verursachen oder begünstigen.

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16.01.2008 Rohstoffe

Käfigeier 2007 durchweg teurer

Die Großhandelspreise für deutsche Eier von Hennen aus Käfighaltung lagen 2007 laut ZMP-Erhebung durchgängig über dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt wurden für die Klasse L ein Preis von 6,97 Euro je 100 Stück ermittelt, im Vorjahr lag er bei 5,85 Euro. In vergleichbarer Größenordnung änderten sich die Großhandelspreise bei den anderen Gewichtsklassen und bei Importware.
In den Geschäften zahlten die Verbraucher im Jahresdurchschnitt 1,13 Euro für zehn Eier der Gewichtsklasse L. Das waren nach den Daten des Verbraucherpreisspiegels der ZMP auf Basis des GfK-Haushaltspanels zehn Cent mehr als 2006.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 7.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe

Strukturwandel in der Mühlenindustrie schwächt ab

In der deutschen Mühlenbranche hat sich der Strukturwandel im Wirtschaftsjahr 2006/07 in abgeschwächter Form fortgesetzt. Die Zahl der meldepflichtigen Mühlen ging leicht zurück. Gleichzeitig verringerte sich die Vermahlungsmenge sowohl von Weizen als auch von Roggen. Der Rückgang ist in erster Linie auf eine kleinere Ernte und niedrigere Ausfuhren zurückzuführen. Das Angebot für den heimischen Markt verringerte sich nur minimal.

In der Saison 2006/07 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit insgesamt 317 meldepflichtige Mühlen mit einer Jahresvermahlung von mehr als 500 Tonnen registriert. Das war ein Unternehmen weniger als im Jahr zuvor. Der Trend setzte sich damit fort, hat sich allerdings deutlich verlangsamt. Vor zehn Jahren gab es noch gut 70 Mühlen mehr.

Mehr Hartweizen vermahlen
Im Wirtschaftsjahr 2006/07 wurden von den deutschen Mühlen insgesamt 7,94 Millionen Tonnen Getreide vermahlen. Das waren rund 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die vermahlene Menge teilt sich auf in 7,56 Millionen Tonnen Brotgetreide und 0,38 Millionen Tonnen Hartweizen. Von der Brotgetreidemenge entfielen 6,67 Millionen Tonnen auf Weichweizen (minus 2,4 Prozent) und 0,89 Millionen Tonnen auf Roggen (minus 0,9 Prozent).

Die Anteile von Brotgetreide an der Gesamtvermahlung änderten sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zu Gunsten von Hartweizen. Denn die
Vermahlungsmenge von Hartweizen stieg um knapp 0,6 Prozent auf 0,38 Millionen Tonnen.

Von dem vermahlenen Brotgetreide waren knapp 0,6 Millionen Tonnen oder 7,7 Prozent für den Export bestimmt. Das waren gut 100.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Strukturwandel in der deutschen Mühlenbranche schwächt sich ab
 

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 7.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe

Handel mit Ölsaaten nimmt weltweit zu

Der Außenhandel mit Ölsaaten und -nachprodukten wächst in großen Schritten. Die Haupterzeugungs- und Exportländer befinden sich auf dem amerikanischen Kontinent, während die Empfangsländer vor allem in Ostasien liegen. Aber auch die EU nimmt nennenswerte Mengen an Ölsaaten und Ölschroten aus Drittländern auf.
Hauptexportgut sind pflanzliche Öle. Von den produzierten 127 Millionen Tonnen gehen knapp 40 Prozent in den Export, bei den Ölschroten liegt der Anteil bei 30 Prozent. Ölsaaten werden zu mehr als einem Fünftel über die Grenzen gehandelt.

Angesichts steigender Bevölkerungszahlen, wachsender Bruttoinlandsprodukte und höherer Einkommen in den Schwellenländern nimmt die Nachfrage nach veredelten Produkten stetig zu. Neben Futtermitteln für die Tierhaltung sind hochwertige Speise- /Nahrungsöle ebenfalls zunehmend gefragt. Aber auch Rohstoffe zur Biokraftstoffproduktion werden mehr und mehr über die Grenzen gehandelt.

Hauptempfangsland für Ölsaaten ist China, mit steigender Tendenz. Die Erzeugung geht dort aufgrund ungünstiger Bedingungen zurück, während die Nachfrage sprunghaft steigt. Ölschrote nimmt vor allem die EU auf. Bei den Pflanzenölen haben eben ebenfalls die EU und China hohen Importbedarf.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 9.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe

Weizenpreise weltweit ein Problem

Egal, wohin man schaut, kein Land, in dem die Bäcker nicht massiv unter den Weizenpreiserhöhungen der vergangenen Monate leiden. Besonders problematisch sieht die Situation für jene Bäckereien aus, die unter einem staatlichen Brotpreisregime leben und arbeiten müssen. Brot ist eben mehr als ein Nahrungsmittel und der Preis dafür nicht selten ein Politikum, dem masiver Einfluss auf die Beliebtheit von Regierungen bei der Bevölkerung nachgesagt wird. Die Preiserhöhungen am Getreidemarkt und im Gefolge die der Mehle hat deshalb manche Regierung in Bedrängnis gebraucht.

Nun sind ide gegenwärtigen Preise keineswegs nur das Resultat von Angebot und Nachfrage. Internationale Spekulanten spielen mit, vagabundierende Gelder von Fondgesellschaften, die zur Zeit kein Anlegeziel finden, werden zur Spekulation an Rohstoffmärkten genutzt und natürlich nutzen mancherorts auch Anbieter und Händler ihre Machtposition aus, besonders dort, wo sie sich alleine wähnen. Das gilt übrigens nicht nur für die Mehlmärkte, sondern inzwischen auch für Rohstoffe wie Zucker.

In  Nigeria beispielsweise sind die Mehlpreise inzwischen rund 70 % höher als noch vor einem Jahr, der Zuckerpreis steigt täglich - es gibt nur einen einzigen Zuckeranbeiter im Land. Die Nigerianischen Bäcker haben mittlerweile die Regierung aufgefordert, gegen die steigenden Rohstoffkosten etwas zu unternehmen. China hatte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 den Export von Weizen und Mais gestoppt, um die eigene Versorgung zu sichern. Inzwischen kam auch der Reisexport unter Kontrolle. In Israel (wir berichteten mehrfach) konnten die Bäcker erst nach einem erbitterten Streit mit dem Handelsminister die Preise für jene einfachen Brotsorten erhöhen, die unter Bewirtschaftung stehen. Der Minister versprach im Gegenzug armen Familien aus einem Sozialfond entsprechenden Ausgleich zukommen zu lassen. In Japan, das rund 60 % der Kalorienzufuhr seiner Bürger importieren muss, reguliert die Regierung den inländischen Preis der meisten Güter über die Importkontingente. Doch gegen die  steigenden Weltmarktpreise ist das kein Bollwerk und so wurden die Japaner nach Jahren der Deflation auf dem Food-Markt im Dezember erstmals nach mehr als zwei Jahrzehnten mit einer Brotpreiserhöhung konfrontiert.In Kirgisien haben sich die Brotpreise im zweiten Halbjahr 2007 mehr als verdoppelt und das kostete dem Wirtschaftsminister Sabyrbek Molokodulov den Job. Die Liste der Länder, denen der Getreidepreis große Probleme bereitet, lässt sich beliebig fortsetzen. Das Problem dürfte der Backwelt erhalten bleiben, wenn auch nicht immer in dieser Schärfe. Matti Rihko, CEO der finnischen Gruppe Raisio*, gab Mitte Dezember zu Protokoll, dass er für 2008 niedrigere Weizenpreise erwarte. Allerdings, so Rihko, seien die Märkte nach wie vor sehr nervös und damit bleibe die Volatilität - also die Bereitschaft, beim geringsten Grund im Preis zu schwanken - wohl erhalten.

*Raisio ist ein finnischer Konzern, der sich auf pflanzliche Lebensmittel und Rohstoffe spezialisiert hat. Er setze 2006 rund 450 Mio. € umsetzte. 

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13.01.2008 Rohstoffe

Xylanase ohne Genmodifikation

Der britische Enzymhersteller Biocatalysts hat nach eigenen Angaben eine Xylanase entwickelt, zu deren Herstellung keine genveränderten Mikroorganismen notwendig sind. Der Bedarf an nicht auf Gentechnik basierenden Enzymen in der Backbranche sei gestiegen, so das Unternehmen, seit Konsumenten immer häufiger nach den Rohstoffen und deren Herkunft und Herstellung fragen. Das neue Enzym, so Biocatalysts, sei ein klein wenig teurer als das auf Gentechnik basierende Parallelprodukt, das ebenfalls im Sortiment der Briten existiert, aber bei einer Dosierung von 40 bis 120 ppm auf das Mehlgewicht, falle dies wohl kaum ins Gewicht. Das Unternehmen aus der Provinz Wales arbeitet seit geraumer Zeit an Gentechnik-freien Enzymen. Heute machen auf Gentechnik basierende Enzyme nur noch 6 % der hergestellten Enzyme aus und man bemühe sich, so Marketingmanagerin Caroline West, auch zu diesen eine Alternative zu finden.

 

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06.01.2008 Rohstoffe

Gute Obsternte 2007

Die Obsternte 2007 dürfte mit 1,4 Millionen Tonnen – endgültige Zahlen liegen noch nicht vor - die größte seit dem Jahr 2000 sein. Sie wird ganz eindeutig von den Äpfeln dominiert: Rund drei Viertel der Gesamterzeugung im Marktobstbau entfallen auf diese Obstart.
Für 2007 kann mit 1,05 Millionen Tonnen Äpfeln gerechnet werden. Damit wird erstmals seit dem Jahr 2000 die Schwelle von 1 Million Tonnen wieder überschritten. Nimmt man noch die Birnen dazu, erhöht sich der Kernobstanteil auf rund 78 Prozent. Weitere 10 Prozent teilen sich Süß- und Sauerkirschen sowie Pflaumen und Zwetschen mit geringen Mengen an Mirabellen und Renekloden. Neben diesen Baumobstarten fallen vor allem noch die Erdbeeren mit einem Anteil von rund 11 Prozent an der deutschen Obsternte ins Gewicht.
 Quelle: ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH,Bonn.

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04.01.2008 Rohstoffe