Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Steigende Preise in Japan

Die japanische Regierung hat am Dienstag den Preis für Importweizen, der in die Privatwirtschaft geliefert wird, um 30 % angehoben. Das hat jetzt die zweitgrößte Bäckerei, Shikishima, dazu bewogen, ihrerseits Preisanhebungen für Backwaren anzukündigen. Für 210 der 350 wichtigsten Produkte steigen die Preise ab Mai um 2 bis 11 %. Damit müssen die japanische Konsumentennach jarzehntelangem Preisstillstand bereits die zweite Preiserhöhung verkraften. Im Dezember vergangenen Jahres hatten die meisten Bäckerien Japans bereits einmal die Preise angehoben, um die wachsenden Rohstoffkosten abzufangen. Es wird erwartet, dass auch diesmal die anderen Bäckereien im Lande nachziehen.

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04.04.2008 Rohstoffe

Reichlich Roggen?

Zur Ernte 2007 war der Roggenanbau in Deutschland  um rund 25 Prozent auf gut 670.000 Hektar ausgedehnt worden. Roggen für die Biogaserzeugung machte einen großen Teil des Zuwachses aus. Aufgrund witterungsbedingt unerwartet geringer Erträge nahm die Erntemenge allerdings nur um knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Rund 2,74 Millionen Tonnen konnten die deutschen Landwirte damit einfahren.

Nun ist im vergangenen Herbst erneut mehr Roggen zur Ernte 2008 ausgesät worden. Nach bisher vorliegenden Erhebungen wird mit einem Plus von elf Prozent gerechnet, womit der Anbau knapp 750.000 Hektar erreicht. Bei einem durchschnittlichen Flächenertrag von 53,4 Dezitonnen je Hektar, der unter normalen Witterungs- und Vegetationsbedingungen erzielbar sein sollte, könnten etwa 4 Millionen Tonnen Roggen geerntet werden.

Der Bedarf der inländischen Mühlen bewegt sich auf einem Niveau von rund 900.000 Tonnen im Jahr. Der Einsatz von Roggen in der Mischfutterherstellung betrug im Wirtschaftsjahr 2006/07 knapp 535.000 Tonnen. Für die erste Hälfte der laufenden Kampagne wurde ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent ermittelt. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, dann könnte die Verwendung auf gut 580.000 t zulegen. Die Wirtschaftsjahre 2003/04 und 2004/05 haben allerdings gezeigt, dass - bei entsprechend günstigen Preisen - auch Mengen von deutlich mehr als 1 Million Tonnen möglich sind.

Tendenziell zugenommen hat die Verfütterung auf den Höfen selbst. In der Saison 2005/06 erreichte sie knapp 900.000 Tonnen. Insgesamt sieht man – insbesondere von Seiten der Roggenzüchter – durchaus Potenzial für eine Steigerung im Futtersektor. Weitgehend weg gebrochen ist unterdessen der auf mehr als 500.000 Tonnen angelegte Einsatz von Roggen zur Ethanolherstellung, nachdem die Produktion stillgelegt oder auf andere Rohstoffe umgestellt wurde. Der Außenhandel spielt beim Roggen keine sehr große Rolle. Letztlich dürften 4 Millionen Tonnen am Markt unterzubringen sein.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn

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02.04.2008 Rohstoffe

Danisco ändert Struktur

Der dänische Ingredients-Konzern Danisco A/S wird zum 1. Mai dieses Jahres sein Ingredents-Geschäft neu strukturieren. Demnach werden die Geschäftsbereiche Emulgatoren, Sweeteners, Kulturen sowie Gummi+Systeme künftig zur Divison Food Ingredients zusammengefasst, während Zucker sowie Genecor, die Biotechnologie-Sparte von Danisco, eigenständig bleiben. Das erklärte das Unternehmen an lässig der Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals des laufenden Geschäftsjahres. Das 3.Quartal brachte dem Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 6 Prozent auf 4,642 Mrd. Dänische Kronen, woran fast alle Geschäftsbereiche gleichermaßen beteiligt waren. Lediglich die Sparte Sweetener bildete mit einem leichten Rückgang der Umsätze die Ausnahme. Bio-Ingredients dagegen lieferten im 3. Quartal ein organisches Wachstum von 12 Prozent auf 1,364 Mrd. Kronen, woran sowohl die Sparte Kulturen wie die Division Genecor beteiligt waren.

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29.03.2008 Rohstoffe

Deutschland: Ein Viertel der Bio-Eier muss importiert werden

In Deutschland werden viel zu wenige Bio-Eier produziert. Zum Osterfest hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) deshalb Agrarminister Horst Seehofer aufgefordert, die Förderung der Umstellung auf ökologische und tiergerechte Hühnerhaltung auszubauen. 2007 hätten rund ein Viertel aller in Deutschland verkauften Bio-Eier importiert werden müssen, heißt es in einer Pressemitteilung. Eier aus Bodenhaltung kommen sogar zu einem Drittel aus dem Ausland. Importiert werden die Eier vornehmlich aus den EU-Nachbarländern und der Schweiz.

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19.03.2008 Rohstoffe

Kartellamt prüft Mühlen

Das Bundeskartellamt hat am gestrigen Donnerstag 18 meist großen Mühlenuntrnehmen und ihrem Verband (VDM) einen Besuch abgestattet. Grund ist der Verdacht, die Mühlen hätten den Wettbewerb durch Absprachen außer Kraft gesetzt. Soe sollen die Großkunden im Backgewerbe unter sich aufgeteilt und seit 2001 Preisabsprachen für Mehl getroffen haben. Außerdem stehen sie im Verdacht, Absprachen über die Verteilung des Abbaus überflüssiger Kapazität getroffen zu haben. VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben uns in der Branche nichts vorzuwerfen". Die Getreidepreise zögen wegen der großen Nachfrage weltweit an. Dem könnten sich auch die Mehlhersteller nicht entziehen. DER VDM vertritt rund 750 Mühlen in Deutschland und damit mehr als 90 % der Brotgetreidevermahlung.

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22.02.2008 Rohstoffe

Fast 1,1 Mio. Tonnen Äpfel im Jahr 2007 geerntet

Die deutschen Baumobstbauern haben im Jahr 2007 1,07 Mio. Tonnen Äpfel geerntet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Ernteertrag je Hektar Anbaufläche war im letzten Jahr mit 33,7 Tonnen der höchste Wert seit der Erfassung der Ernteerträge in Tonnen je Hektar im Jahr 1993. Er lag damit um 24,3 Prozent über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Die deutsche Apfelernte reicht jedoch bei weitem nicht, um den Inlandsverbrauch zu decken. Daher wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2007 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik zusätzlich noch 495.000 Tonnen Frischäpfel eingeführt. Im Jahr 2006 waren insgesamt 786.700 Tonnen Äpfel importiert worden, die vorwiegend aus Italien stammten. Die wichtigsten deutschen Apfel-Anbaugebiete liegen in Baden-Württemberg (Bodenseeregion) und in Niedersachsen ("Altes Land") sowie in Sachsen.

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19.02.2008 Rohstoffe

Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH & Co KG übernommen

Der US-amerikanische Agrarrohstoff- und Lebensmittelhersteller Bunge übernimmt den Margarinehersteller Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH & Co KG und steigt damit zum Marktführer für Margarine-Handelsmarken in Deutschland auf. Die zuständigen Kartellbehörden haben der Übernahme bereits zugestimmt.

Bunge wurde 1818 gegründet und beschäftigt 22.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Das Unternehmen produziert landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel für Endverbraucher und liefert zudem auch Agrarrohstoffe für die Biodiesel-Produktion. In Deutschland stellt Bunge in Mannheim neben Sojamehl auch Rapsöl her, das in einem Joint Venture zu Biodiesel weiterverarbeitet wird. Die Walter Rau Lebensmittelwerke beschäftigen an den Standorten Hilter und Kleve 280 Mitarbeiter und ist nicht zu verwechseln mit der Walter rau neusser Öl und Fett AG, Neuss.  Den Vertrieb der Margarinen und Fette für die Backbranche von Walter Rau, Hilter,  übernahm zum 1. Oktober 2003 die C. Siebrecht Söhne GmbH & Co KG, Hannover.

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07.02.2008 Rohstoffe

Diacetyl unter Verdacht

Die  Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) fordert staatliche Gesundheitsbehörden weltweit auf, dringende Maßnahmen zu treffen, um die Verwendung des chemischen Aromastoffs Diacetyl zu überwachen. In den USA, so die Gewerkschaften, sei der Zusammenhang mit zum teil tödlich verlaufenden Lungenerkrankungen in Unersuchungen festgestellt worden. Diacetyl ist Teil künstlicher Butteraromen und wird u.a. bei der Herstellung von Popcorn verwendet.

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28.01.2008 Rohstoffe

Acrylamid nächste Runde

Acrylamid, so die Forscher des National Food Instituts der Technischen Universität von Dänemark und die Dänische Krebsgesellschaft haben jüngst neue Forschungsergebnisse im International Journal of Cancer veröffentlicht. Danach erhöht Acrylamid möglicherweise das Brustkrebs-Risiko bei Frauen nach der Menopause. Wähend andere Studien zu Acrylamid in der Regel von Angaben über Eßgewohnheiten auf die Acrylamidbelastung der Probantinnen schließen, gingen die Dänen in ihrer Untersuchung anders vor. Sie benutzten einen biologische Marker, der verdeutlicht, wie viel Acrylamid an das Hämoglobin in den roten Blutzellen gebunden ist. In einer niederländischen Studie wird außerdem der Verdacht erhoben, Acrylamid konnte Eierstockkrebs verursachen oder begünstigen.

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16.01.2008 Rohstoffe

Käfigeier 2007 durchweg teurer

Die Großhandelspreise für deutsche Eier von Hennen aus Käfighaltung lagen 2007 laut ZMP-Erhebung durchgängig über dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt wurden für die Klasse L ein Preis von 6,97 Euro je 100 Stück ermittelt, im Vorjahr lag er bei 5,85 Euro. In vergleichbarer Größenordnung änderten sich die Großhandelspreise bei den anderen Gewichtsklassen und bei Importware.
In den Geschäften zahlten die Verbraucher im Jahresdurchschnitt 1,13 Euro für zehn Eier der Gewichtsklasse L. Das waren nach den Daten des Verbraucherpreisspiegels der ZMP auf Basis des GfK-Haushaltspanels zehn Cent mehr als 2006.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 7.1.2008

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13.01.2008 Rohstoffe