Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Russland senkt Weizen-Exportzoll

Der russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordeyev kündigte an, dass Russland die Zölle auf Weizenexporte senken will. Grund dafür sind die guten Ernteerwartungen für dieses Jahr. Die Weizenernte Russlands wird in diesem Jahr voraussichtlich 48 bis 50 Mio. t betragen, von denen 40 Mio. t für die Ernährung und die Viehmast taugen. Die russische Landwirtschaft hat die Ansaatflächen für Sommer- wie Winterweizen ausgedehnt und die Weizenvorrät des Landes werden zum 1. Juli voraussichtlich mit 11,5 Mio. t um eine Mio. t höher ausfallen als im Vorjahr.

Nachricht lesen...

04.06.2008 Rohstoffe

Indien importiert keinen Weizen

"Wir haben eine Rekordmenge Weizen eingebracht und wir werden keinen Weizen mehr importieren", das sagte Abhijit Sen, Mitglied der indischen Planungskommission, gegenüber der "Hindustan Times"., womit er den indischen Landwirtschaftsminister Sharad Pawar zitierte. Im vergangenen Jahr hatte Indien teuer Getreide importieren müssen, nachdem die heimische Ernte hinter den Erwartungen zurückgeblieben und die Vorräte geschrumpft waren. Die Ernte Indiens für das Getreidejahr 2007/2008 wird auf 76,78 Mio. Tonnen Weizen geschätzt.

Nachricht lesen...

04.06.2008 Rohstoffe

Preise für türkische Sultanas auf Höchststand

Nachdem im Jahr 2007 ein Teil der Ernte in der Türkei durch massive Trockenheit vernichtet wurde - Schätzungen sprechen von bis zu 20 Prozent des Gesamtertrags, die verloren gingen - und gleichzeitig die Erträge in anderen Anbauländer wie Iran, Griechenland, und Südafrika auch schlecht waren, haben die Preise schon seit langem einen steilen Weg nach oben eingeschlagen. Doch niemand hatte wirklich damit gerechnet, dass eine Tonne türkischer Sultanas im Mai 2008 rund 3.000 US-Dollar kosten würde - ein Anstieg von rund 70 Prozent allein seit Anfang diesen Jahres. Was die Auswirkungen der Preise auf die Nachfrage aus dem Ausland angeht, so gibt es hierüber sehr verschiedene Meinungen; die meisten Quellen sprechen aber von einem faktischen Wegfall der Nachfrage nach türkischer Ware - bei Preisen aus USA von rund 1.700 US-Dollar kein Wunder. Lediglich einige wenige Quellen innerhalb der Türkei sprechen von guter Nachfrage und der Aussicht auf weitere Preissteigerungen bis zur neuen Ernte (September) als Folge. Die hohen Preise stellen die Exporteure vor einen Gewissenskonflikt. Es gibt Gerüchte das Verträge, die vor dem starken Preisanstieg geschlossen wurden, zumindest in einigen Fällen nicht erfüllt werden bzw. in gegenseitiger Abstimmung bis zur Ankunft der neuen Ernte verschoben wurden. Bis heute sind rund 149.000 Tonnen aus der Ernte, die nicht viel mehr als 220.000 Tonnen betragen haben dürfte, ausgeliefert worden. Man lebe von der Hand in den Mund, sagen die Verarbeiter. Die Ernte 2008 dürfte von normaler Größe sein - allerdings steht der Türkei wahrscheinlich wieder ein trockener Sommer bevor. Die Preise für 2008er Ernte dürfen also fest bleiben, vor allem da der Ramadan mit der traditionell hohen Inlandsnachfrage in diesem Jahr kurz nach der Ernte liegt. Mehr Infos unter: http://www.nungesser.com

Nachricht lesen...

16.05.2008 Rohstoffe

Buttermangel in Japan

Bis vor wenigen Jahren war Butter nicht gerade Bestandteil einer japanischen Ernährung, doch im Zuge der globalisierten Ernährungsgewohnheiten hat sich das gewandelt. Buttercroissants sind heute auch in Tokio und Nagasaki beliebt. Doch nun ist es passiert, der japanische Buttermarkt ist so leer gefegt, dass sich der japanische Agrarminister veranlasst sah, die fünf größen Molkereiunternehmen des Landes zu einer größeren Butterproduktion aufzurufen. Die hatten nämlich in letzter Zeit lieber modische Mixdrinks aus der Milch gemacht statt Butter. Allerdings haben auch die Verbraucher zu dem drohenden Notstand beigetragen. Seit die Lebensmittelpreise in Japan steigen und immer mal wieder von Versorgungsengpässen die Rede ist, wird in Japans Haushalten gehortet.

Nachricht lesen...

05.05.2008 Rohstoffe

Verunreinigtes Sonnenblumenöl aus der Ukraine

Die Eu-Kommission hat eine Schnellwarnmeldung über Sonnenblumenöl aus der Ukraine, das zur Raffinaion bestimmt ist, herausgegeben, Das Sonnenblumenöl soll mit Mineralöl versetzt sein. Insgesamt ist von neun Schiffsladungen die Rede, die in verschiedenen europäischen Ländern gelöscht und zum Teil in andere Länder weitertransportiert wurden. Die Meldung befindet sich unter der Nummer 2008/481 im Schnellwarnsystem der EU.

Nachricht lesen...

05.05.2008 Rohstoffe

Rohstoffmarkt Ölsaaten

Die Rohstoffmärke zeigen sich mit fester Tendenz weiter unruhig, teilt die agaSAAT GmbH, Neukirchen-Vlyn, mit. China werde in kurzer Zeit infolge mangelnder Rohware die Produktion von Sonnenblumenkernen Bakery – Confection (klein, rundlich) einstellen. Bis zur Ernte 2008 werde aus China hauptsächlich nur noch Confection (größer als Confection, länglich) verfügbar sein. Die Preise bei Sesamsaat seien aktuell etwas rückläufig. Bei Kürbiskernen aus China sei GWS-Ware (schalenlos gewachsen) kaum noch verfügbar und Shine Skin (geschält) steige stetig im Preis, teilt das Unternehmen mit.

Nachricht lesen...

30.04.2008 Rohstoffe

EU-Kommission will Hefemarkt untersuchen

Die EU-Kommisssion hat erklärt, eine grundlegende Untersuchung des Verkaufs von Anteilen der GB Ingrdients an die britische ABF-Gruppe untersuchen zu wollen. Mit dem Deal hatte ABF Hefeproduktionsanlagen in Italien sowie 50 % der deutschen Uniferm übernommen. Mit der Übernahme der Verkaufsaktivitäten in Spanien, Portugal und Frankreich wird dort eine massive Beeinträchtigung des Hefemarktes befürchtet, da dann nur mehr zwei statt drei Anbieter auf dem Markt sind. ABF hatte 2004 von der australischen Burns-Philp-Gruppe den weltweiten Hefekonzern Mauri übernommen und betreibt in Europa fünf Hefewerke in UK, Irland, Deutschland, Spanien und Portugal.

Nachricht lesen...

24.04.2008 Rohstoffe

Mehr Weizen aus Schwarzmeerregion

Das in Kiew tätige Analyseunternehmen UkrAgroConsult erwartet für die Schwarzmeerregion eine Erhöhung der Weizenernten in 2008/2009, berichtete das Onlinemagazin Land & Forst. So soll die Ukraine ihre Ernte von 13,7 Mio. t im Jahr 2007/08 auf 18,4 Mio. t in 2008/09 erhöhen. In Russland soll die Erntemenge bei Weizen von 48,6 Mio. in 2007/08 auf 51,2 Mio. t in 2008/09. Laut dem Weltgetreidemarkt-Report vom 28.03.2008 des International Grains Council (Internationaler Getreiderat) beträgt die voraussichtliche Weizenproduktion im Erntejahr 2007/08 weltweit 604 Mio. t.

Nachricht lesen...

21.04.2008 Rohstoffe

Biogetreidemarkt beruhigt sich

Die Preisspitze am Markt für Bio-Getreide scheint allmählich erreicht zu sein. Zwar stiegen die Preise auch im März an, doch standen dahinter kaum noch Umsätze.
Die Mühlen sind im Wesentlichen bis zur neuen Ernte versorgt und haben nur noch wenig Zukaufbedarf. Der Handel beschränkt sich meist auf die Abwicklung laufender Lieferverträge.

Das Angebot an Eiweißkomponenten ist knapp. Ackerbohnen und Futtererbsen werden nur noch an „gute“ Kunden abgegeben, freie Ware ist so gut wie nicht mehr vorhanden. Mit Flächenerweiterungen ist hier für die Ernte 2008 kaum zu rechnen, da bei den derzeitigen Marktbedingungen andere Kulturen rentabler erscheinen.

Für die neue Ernte wurden bisher kaum Vorverträge abgeschlossen. Die Landwirte gehen noch nicht auf die Preisgebote der Mühlen und Verarbeiter ein und spekulieren darauf, dass das derzeitige Preisniveau auch zur neuen Ernte noch Bestand hat. Die Abnehmer sind bis zur Ernte nur knapp ausreichend versorgt und haben dann einen hohen Zukaufsbedarf. Allerdings könnten sie sich nach Alternativen umsehen und neue bisher wenig aktive Akteure könnten das Geschehen mit bestimmen. Die Einfuhren aus Russland, Rumänien und Ungarn dürften 2008 spürbar zunehmen und auch Australien meldet sich nach drei schwachen Erntejahren zurück. Insgesamt erwartet man bei einer normalen Ernte in Deutschland weiter einen eher knapp versorgten Markt. So haben die Empfehlungen vieler Händler, zumindest einen Teil der Ernte jetzt abzusichern und nicht bis in den Herbst zu warten, bisher wenig Gehör gefunden.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn

Nachricht lesen...

05.04.2008 Rohstoffe

Neuer Mühlengigant in Frankreich

Die jüngst aus dem Zusammenschluss der Genossenschaften Agralys in Zentralfrankreich mit Sitz in Chateaudun, Department Eure et Loir, und der Genossenschaft Epis-Centre mit Sitz in Bourges im Department Cher entstandene Axéréal, Paris, hat die bislang im Familienbesitz befindliche Mühlengruppe Celbert übernommen. Damit wird Axéréal die bislang bereits zu den größten Getreide-Genossenschaften zählte, zum drittgrößten Mühle Frankreichs. Celbert - Markenname Franchine - besitzt zehn Mühlen und eine Vermahlungskapazität von 200 000 Tonnen Mehl jährlich, während Axéréal vier Mühlen und 100 000 Tonnen Vermahlungskapazität mit in die Ehe bringt. Die Übernahme erfolgte durch die Tochtergesellschaft von d'Epis-Centre, Ariane. Axéréal repräsentiert 15000 Mitglieder, beschäftigt 3100 Mitarbeier und setzt rund 2 Mrd. Euro um.

Nachricht lesen...

04.04.2008 Rohstoffe