Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Wenig heimische Zwetschen

Wie die ZMP meldet, ist die Zwetschenernte in Deutschland angelaufen. Es wird aber voraussichtlich kein reichhaltiges und günstiges Angebot an hiesigen Zwetschen geben. Bei den späten Zwetschensorten wird im hiesigen Anbau wohl nicht einmal die Hälfte der Vorjahresmenge zusammenkommen. Aber auch das Angebot an den derzeit dominierenden mittelspäten Sorten wie Bühler, Cacak und Ortenauer ist nicht besonders groß. Das knappe heimische Angebot wird aktuell aber umfangreich durch Importe aus osteuropäischen Ländern ergänzt, besonders aus Ungarn, Polen und Serbien. Das gibt den Preisen gegenwärtig einen Dämpfer; es ändert aber nichts daran, dass die Konsumenten für das Steinobst deutlich mehr zahlen müssen als im Vorjahr. 2007 hatte es überdurchschnittlich viele Zwetschen gegeben, und die Preise waren daher niedriger als in diesem Jahr.

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22.08.2008 Rohstoffe

Weizenernte 2008: Hohe Fallzahlen

Die Hildebrandmühlen, Frankfurt am Main, haben inzwischen die ersten 1000 Weizen der neuen Ernte geprüft und untersucht. Fazit: "Im Vegleich zu den vergangenen Jahren sind die Protein- und Feuchtklebergehalte als fast normal und noch gut zu bezeichnen, hat die Kleberqualität ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Dehnbarkeit und Dehnwiderstand. Der Sedimentationswert (nach Zeleny) und die Fahllzahlen sind hoch."

Die Mühlenlabore gaben folgende Durchschnittswerte für Weizenmehle Type 550 bekannt:

Feuchtigkeit 15,0 +/- 0,5 %

Mineralstoffgehalt: 0,51 - 0,63 % i.Tr.

Proteingehalt: 12,3 +/- 0,3 % i.Tr.

Feuchtklebergehalt : 28,2 +/- 1,0 %

Sedimentationswert: 38 +/- 3 ml

Fallzahl: 340 +/- 30 s 

 

Entsprechend fallen die Verarbeitungstipps aus:

- Teigausbeute gleichbleibend

- Teige gut bis sehr gut auskneten

- normale Teigtemperatur, optimal für Brötchenteige in diesem Jahr 27 - 28 °C

- Stückgare normal - bei sehr (!) guter Gärtoleranz und -stabilität

- Ofentrieb gut, bräunung noch normal 

 

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19.08.2008 Rohstoffe

CSM signalisiert Zufriedenheit

CSM nv, weltweit größter Lieferant von Backmitteln und ähnlichen Rohstoffen mit Hauptsitz in Diemen, Niederlande, hat seine Halbjahresergebnisse vorgestellt und Zufriedenheit signalisiert. Demnach sind die Nettoumsätze im ersten Halbjahr 2008 unter Herausrechnen der Währungsschwankungen um 11,4 Prozent auf 1,247 Mrd. Euro gestiegen. EBITA unter Herausrechnen außergewöhnlicher Aktivitäten und Währungsveränderungen wuchs um 7,7 Prozent auf 75,1 Mio. Euro. Inklusive der Währungsveränderungen - CSM macht rund die Hälfte seiner Geschäfte in den USA - sank das EBITA um 0,9 Mio. Euro auf 68,8 Mio. Euro. Umstrukturierungsmaßnahmen in Deutschland und Nordamerika haben im ersten Halbjahr die Profitabilität belastet, so der Vorstand. Das operative Ergebnis vor Steuern stieg gleichwohl um 6,2 Prozent auf 49,7 Mio. Euro. Der Umsatz im Bäckereigeschäft in Nordamerika wuchs im ersten Halbjahr 2008 um 15,2 Prozent, in Europa um 7,3 Prozent. Offenbar ließen sich in den USA die gestiegenen Rohstoffpreise besser weitergeben als in Europa. Um weiteres Wachstum finanzieren zu können, hat CSM ein finanzielles Arrangement mit einem Bankenkonsortium getroffen, dass bei Bedarf den Zugriff 385 Mio. US-Dollar ermöglicht. Was CSM damit möglicherweise kaufen möchte, wurde nicht erläutert.

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14.08.2008 Rohstoffe

Roggenernte 2008 – Erträge und Backeigenschaften positiv

Der Deutsche Bauernverband geht bisher von einer besseren Getreideernte im Vergleich zum vergangenen Jahr aus und prognostiziert eine Getreideernte von 46 Mio t. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem nach Angaben des Bundesagrarministeriums 40,5 Mio. t Getreide eingefahren wurden, entspräche dies einem Zuwachs von mehr als 13 Prozent. Beim Roggen berichtet die Landwirtschaft von guten bis sehr guten Erträgen – der Markt habe sich dadurch deutlich entspannt und zu einem spürbaren Rückgang der Preise geführt. Die Hildebrandmühlen, Frankfurt am Main, veröffentlichten am 12. August ihre erste Information zur Roggenernte. Das Qualitätssicherungsteam untersuchte 150 Muster. Der diesjährige Roggen weist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stärkequalität und Enzymatik auf, heißt es im Bericht. Mit einer normalen Wasserschüttung sei eine gute bis sehr gute Backfähigkeit gegeben. Der Mutterkornkornanteil ist sehr gering. Weiterhin konnte das Team der Hildebrandmühlen bei Backversuchen ein gutes Brotvolumen, eine leicht saftige Krume, einen aromatischen Geschmack und optimale Brotqualitäten feststellen. Die Hildebrandmühle ist mit 150.000 t Mahlgut pro Jahr die größte hessische Getreidemühle und gehört zur Kampffmeyer Mühlen GmbH, Hamburg.

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13.08.2008 Rohstoffe

Gut verdient mit Getreidehandel und -handling

ADM steht für Archer Daniel Midland und somit für einen der weltweit großen Konzerne, die mit ihren Produkten und Aktivitäten von der Agrarwirtschaft bis auf den Teller ihr Geld verdienen. Milch-, Fleisch-, Dressings-, Getränke-, Süßwaren-  - und vor allem die Backwarenbranche stellt dabei die Abnehmer für Mehle, Mixe und Backmittel (vorwiegend in Großbritannien), Stärke, Öle und Fette, Kakaopulver, Lecithin, Xanthan, Milch- und Essigsäuren, Süßungsmittel und vieles mehr. Ganz nebenbei gehört ADM zu den großen Anbietern von Ethanol weltweit und von Biodiesel in Deutschland. Kein Kontinent weltweit, auf dem das in Decatur, Illinois, USA, beheimatete Unternehmen nicht aktiv ist. Anfang der Woche hat ADM die Zahlen für das am 30. Juni 2008 beendete Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2007/2008 seinen Umsatz um 59 % auf 69,8 Mrd. US-Dollar ausweiten können. Der operative Gewinn stieg um 9 % auf 3,441 Mrd. Dollar. Mit 1,040 Mrd. Dollar den größten Profit brachte demnach die Verarbeitung von Ölfrüchten ein, das größte Profitwachstum legte dagegen der Sektor Agricultural Services hin, der seinen operativen Gewinn von 538 Mio. Dollar auf 1,017 Mrd. Dollar steigerte. Von der Gesamtsteigerung um 479 Mio. Dollar gehen 491 Mio. Dollar auf das Konto von merchandising and handling, was in der Veröffentlichung des Hauses auf die gestiegenen Margen zurück zu führen sei, die auf dem hoch volatilen Getreidemarkt und durch glückliches Risikomanagement entstanden seinen.

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05.08.2008 Rohstoffe

Steinmetzmehl untersucht

Das LEFO Insitut für Lebensmittel und Umwelt GmbH aus Ahrensburg bei Hamburg hat verschiedene Mehle auf ihre mikrobiologische Belastung mit Keimen und Sporen untersucht. Demnach war die Belastung bei Steinmetzmehlen am geringsten, wohingegen konventionelle Mehle signifikant höher belastet waren.

Der Grund ist simpel, beim patentierten Steinmetz-Verfahren werden die Getreidekorner vor dem Mahlen gewaschen und die Holzfaserhüllen des Getreidekorns, auf denen sich die Keime und Sporen vorwiegend befinden, abgeschliffen. 

 

 

 

Beispiel Weizengetreide

 

Untersuchte Weizenart

 

   Konventionell

 

            Bio

 

       Steinmetz

Aerobe Gesamtkeimzahl:

1.760.000 KBE/g

410.000 KBE/g

170.000 KBE/g

Hefen:

2.300 KBE/g

380 KBE/g

< 10 KBE/g

Schimmelpilze:

560 KBE/g

2.700 KBE/g

80 KBE/g

Deoxynivalenol (DON):

0,54 mg/kg

0,26 mg/kg

< 0,25 mg/kg

Das LEFO-Institut wurde 1880 von Dr. Edward Mohr gegründet. Schwerpunke sind Lebensmittelanalytik, Produkt- und Methodenentwicklung, lebensmittelrechtliche Beratung, Raumluftuntersuchungen und Beratungen und Schulungen im Bereich Hygiene. Das LEFO-Institut ist ein offiziell anerkanntes Institut für Wasser-, Abwasser- und Trinkwasseruntersuchungen des Landes Schleswig-Holstein. .

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31.07.2008 Rohstoffe

EU-Kampagne für Bio Lebensmittel

„Bio. Gut für die Natur, gut für dich." heißt das  Motto einer internationalen Kampagne für Bio-Lebensmittel, mit der sich die Europäische Kommission an Kinder und Jugendliche wendet.
Eine mehrsprachige Website www.organic-farming.europa.eu, informiert über biologische Landwirtschaft und Vorteile ökologisch produzierter Lebensmittel. Darüber hinaus können sich Fachleute aus dem gesamten Lebensmittel- und Agrarsektor kostenfrei Marketingmaterial in 22 Sprachen herunterladen. Die Aktion ist Teil des Europäischen Aktionsplans für ökologisch erzeugte Lebensmittel und ökologischen Landbau.

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29.07.2008 Rohstoffe

Zimt in Verpackungen

Wer lange genug in der Branche ist, mag sich an Methoden erinnern, in denen die Keimbelastung von Luft in Produktions- und Lagerräumen durch das mikrofeine Versprühen von auf Zimt basierenden Flüssigkeiten verringert wurde. Inzwischen gibt es in Sachen Luftentkeimung einige Fortschritte, aber auch in der Verpackungstechnik. An derUnivesität von Zaragozza, Spanien, wurden jüngst Untersuchungen mit Zimtöl gemacht, das in die Paraffinwachsschicht von Verpackungsmaterial incorporiert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einbringung des Zimtöls bei bestimmten Konzentrationen in der Lage ist, das Schimmelwachstum von Rhizopusstolonifer wirksam zu unterdrücken. Angewendet bei geschnittenem Brot stellten die Wissenschaftler fest, dass die Zimtmoleküle offensichtlich von der Verpackungsschicht in das Brot wandern und dort ebenfalls die Schimmelbildung behindern.

 

 

 

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25.07.2008 Rohstoffe

Hefe gegen Acrylamid

Peter Sadd hat zusammen mit Kollegen des britischen Mehl- und Backkonzern RHM im Technologiezentrum High Wycombe Versuche zur Reduktion von Acrylamid in verschiedenen Backwaren unter realistischen Bedingungen auf einer Pilotanlage durchgeführt. Dabei hat er entdeckt, dass die Hefefermentation einen großen Einfluss auf die Entstehung von Acrylamid hat. Sadd und Kollegen spielten diverse von Wissenschaftlern empfohlene Verfahrensänderungen durch, um den Acrylamidgehalt zu mindern. Dabei entdeckten Sie, dass die Verlängerung der Hefefermentation den Asparaginlevel und damit den Gehalt an Acrylamiden senken kann. Asparagin ist eine Vorstufe des Acrylamids. Ebenfalls Erfolge zeigte die Zugabe von Kalzium als Salz oder als Kalziumcarbonat. Der Zusatz von Kalzium über Kalziumpropanate dagegen sei nicht hilfreich, so die Forscher. Nach ihren Erkenntnissen sollte bei Keksen Ammoniumsalz als Triebmittel vermieden und darauf geachtet werden, dass die Teige nicht zu alt werden.  Den pH-Wert des Teiges zu variieren, sei zwar eine denkbare, aber wenig praktikable Lösung, da dies andere unerwünschte Inhaltsstoffe fördere, etwa 3-Monochlor-1,2-propandiol (3-MCPD), ebenfalls ein als krebserregend eingestufter Stoff. Der Artikel steht im Journal of Agricultural and food Chemistry unter der Überschrift: Effectiveness of Methods for Reducing Acrylamide in Bakery Products", Autoren sind P.A. Sadd, C.G. Hamlet und L.Liang.

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23.07.2008 Rohstoffe

Danisco kauft Abitec

Der dänische Rohstoffhersteller Danisco hat von der Europäischen Kommission grünes Licht für die Übernahme des britischen Emulgatorherstellers Abitec erhalten. Abitec Ltd  produziert in Northhampton, UK, Emulgatoren und Triglyceride, die vorwiegend auf dem europäischen Markt an Kosmetik-, Futtermittel- und Lebensmittelhersteller verkauft werden. Bislang war Abitec Teil der Ingredientssparte des britischen ABF-Konzerns, beschäftigte 55 Mitarbeiter und setzte rund 27 Mio. € um. Kurz zuvor hatte Danisco den Verkauf seiner Zuckersparte an die deutsche Nordzucker-Gruppe bekannt gegeben.

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17.07.2008 Rohstoffe