Aktuelle News zum Thema Rohstoffe

Reichlich Roggen

Die Roggenfläche in Deutschland, die bereits 2007 um ein Viertel größer war als 2006, ist in diesem Jahr um weitere zehn Prozent auf 737.600 Hektar gestiegen. Die Erntemenge von schätzungsweise 3,68 Millionen Tonnen übersteigt den Bedarf, die Roggenpreise liegen daher deutlich niedriger als im Vorjahr.
Die hohe Ernte ist nicht nur auf die Flächenausweitung, sondern auch auf gestiegene Erträge zurückzuführen. Der durchschnittliche Hektarertrag erreichte 2008 fast 50 Dezitonnen und war damit um ein Viertel höher als im Vorjahr. Die Erntemenge überschreitet das Vorjahresvolumen um mehr als ein Drittel.

Preise deutlich niedriger als im Vorjahr
Die Roggenpreise, die 2007 aufgrund der schwachen Ernte stark gestiegen waren, sind wegen des diesjährigen Überangebotes wieder deutlich gefallen. Anfang September wurde von der ZMP ein durchschnittlicher Erzeugerpreis von rund 133 Euro je Tonne ermittelt, das war ein Drittel weniger als zur Vorjahreszeit.

Bedarf aller Verwendungen gut zu decken
Der Bedarf der Mühlen ist vorerst gedeckt. Auch die Kraftfutterindustrie greift auf reichlich verfügbaren Futterweizen zurück. Als Ventil für den Roggenabsatz bietet sich daher zurzeit vor allem die Verwendung als Rohstoff zur Ethanolgewinnung an. In den vergangenen Jahren wurde für diese drei Verwendungen ein Inlandsbedarf in Höhe von 3,5 Millionen Tonnen Roggen ermittelt. Die aktuelle Erntemenge müsste somit ohne größere Überhänge unterzubringen sein.Quelle: ZMP, Bonn

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29.09.2008 Rohstoffe

Überdurchschnittliche Getreideernte 2008

Die deutsche Getreideernte übersteigt in diesem Jahr aufgrund höherer Erträge und einer größeren Anbaufläche das Vorjahresniveau deutlich.
Insgesamt dürften rund 45 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) eingefahren worden sein. Das wären gut 22 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und knapp 12 Prozent mehr als im Mittel der vergangenen fünf Jahre.

Ein höheres Getreideaufkommen war in allen Bundesländern zu verzeichnen. Das Plus fiel regional aber sehr unterschiedlich aus. In Bayern, dem größten Produzenten, fiel die Ernte nur um vier Prozent größer aus, weil die Durchschnittserträge leicht unter dem ­Niveau des Vorjahres blieben. Das größte Plus war in Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Die bundesweit höchsten Erträge und die größte Ausweitung der Anbaufläche führten zu einer Ernte, die 38 Prozent größer als im Vorjahr ausfiel. Neben Schleswig-Holstein fuhren auch die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen deutlich höhere Ernten ein. Quelle: ZMP, Bonn
 

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29.09.2008 Rohstoffe

EU segnet Verkauf von GBI-Hefegeschäft an ABF ab

Der Verkauf der Hefeaktivitäten der niederländischen GBI-Gruppe an die britische Rohstoff- und Backwarengruppe Associated British Foods (ABF) wurde von der EU-Kommission abgesegnet. Vorausgegangen war der Freigabe ein Gerangel um die Marktmacht in Spanien und Portugal, die ABF damit auf dem Hefemarkt erreichen könnte.(ABF ist dort mit ihrer Tochtergesellschaft AB Mauri vertreten).  Um die Zustimmung zu erlangen, willigte ABF ein, dort Teile des GBI-Geschäftes zu verkaufen Zu dem GBI-Paket, das ABF übernimmt, gehört auch ein 50prozentiger Anteil am deutschen Hefeanbieter Uniferm.

 

 

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24.09.2008 Rohstoffe

DSM konzentriert seine Zitronensäureproduktion in Belgien

Royal DSM N.V. Rohstoffkonzern mit Hauptsitz in Heerlen, Niederlande, schließt seine Zitronensäureproduktion in Wuxi, China. Die dortige Verwaltung hatte den Standort für die Stadtentwicklung reklamiert. DSM enthält eine Entschädigung und wird voraussichtlich ohne Verluste China verlassen. Die Produktion von Zitronensäure soll künftig in Tienen, Belgien, konzentriert werden. Die dortige Produktion sei modernisiert und die Prozesse optimiert worden, so dass der belgische Standort heute auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sei, heißt es bei DSM. 

gleichzeitig meldet die Gruppe, dass sie sich zu 29,3 5 an der Privexis plc, Liverpool, UK, beteiligt hat, ein Unternehmen, dass Rohstoffe für funktional food und Diätprodukte herstellt. Damit ist DSM der größte Anteilseigner von Provexis. Die Anteile werden von der DSM-Tochter DSM Venturing gehalten, die insgesamt an 20 Unternehmen beteiligt ist und sich stark auf den Bereich der "modernen" Rohstoffe konzentriert.

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27.08.2008 Rohstoffe

Mehr Butter auf Lager

Die EU-Bestände an Butter in der privaten Lagerhaltung waren Ende Juli deutlich höher als im Vorjahr. Nach Angaben der EU-Kommission waren bis zum 20. Juli 2008 nahezu 132.000 Tonnen Butter angemeldet, fast 31.000 Tonnen mehr als vor Jahresfrist. Die größten Mengen kamen aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland.
Von Januar bis Mai wurden EU-weit gut 846.000 Tonnen Butter erzeugt. Durch die geringere Maiproduktion verringerte sich der Vorsprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,1 Prozent. Deutlich ausgeweitet wurde das Angebot in Frankreich und den Niederlanden, beide Länder erhöhten die Butterherstellung um über zehn Prozent. Im Vereinigten Königreich sowie in Irland und Italien blieben die Mengen unter dem Vorjahresniveau.

Geringere Erzeugung im Mai
Im Mai sank die Buttererzeugung wieder deutlich unter das Vorjahresniveau, nachdem in den ersten vier Monaten die Tendenz expansiv gewesen war. In der EU-27 wurden im Mai 5,5 Prozent weniger Butter hergestellt als im Vorjahresmonat. In Deutschland ging die Produktion um rund zehn Prozent zurück. Vor allem in der letzten Maiwoche stand wegen des Milchlieferboykotts weniger Rohstoff zur Verfügung. Auch in Irland, Italien und dem Vereinigten Königreich wurde im Mai weniger Butter erzeugt.

Export läuft auf Sparflamme
Der Export der EU-Länder von Butter und Butteröl bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Nach wie vor ist die Konkurrenzfähigkeit der Anbieter aus der Europäischen Union durch den schwachen Dollarkurs stark beeinträchtigt. Von Januar bis Mai wurden rund 54.000 Tonnen Butter und Butteröl exportiert, 55 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Im Vergleich zu den ersten vier Monaten haben die Exportmengen im Mai wieder leicht zugenommen, so dass sich der Rückstand von zuvor fast 60 Prozent wieder leicht verringert hat. Nach wie vor fehlen jedoch Impulse. Am Weltmarkt ist die Nachfrage nach wie vor ruhig.

Preis überwiegend stabil bis fest
Die Preise für Butter haben sich im Juli überwiegend stabil bis fest entwickelt. Ende Juli waren bei ausreichendem Angebot jedoch etwas nachgebende Tendenzen zu verzeichnen. In Frankreich, Italien und den Niederlanden haben sich die Preise im Monatsschnitt erhöht. In Deutschland entwickelten sich die Butterpreise unterschiedlich. Während die Preise für abgepackte Butter deutlich stiegen, blieben die Blockbutterpreise überwiegend auf dem Niveau des Vormonats. Bei ruhigem Handel haben im Monatsverlauf jedoch wieder schwächere Tendenzen eingesetzt.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn

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22.08.2008 Rohstoffe

Wenig heimische Zwetschen

Wie die ZMP meldet, ist die Zwetschenernte in Deutschland angelaufen. Es wird aber voraussichtlich kein reichhaltiges und günstiges Angebot an hiesigen Zwetschen geben. Bei den späten Zwetschensorten wird im hiesigen Anbau wohl nicht einmal die Hälfte der Vorjahresmenge zusammenkommen. Aber auch das Angebot an den derzeit dominierenden mittelspäten Sorten wie Bühler, Cacak und Ortenauer ist nicht besonders groß. Das knappe heimische Angebot wird aktuell aber umfangreich durch Importe aus osteuropäischen Ländern ergänzt, besonders aus Ungarn, Polen und Serbien. Das gibt den Preisen gegenwärtig einen Dämpfer; es ändert aber nichts daran, dass die Konsumenten für das Steinobst deutlich mehr zahlen müssen als im Vorjahr. 2007 hatte es überdurchschnittlich viele Zwetschen gegeben, und die Preise waren daher niedriger als in diesem Jahr.

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22.08.2008 Rohstoffe

Weizenernte 2008: Hohe Fallzahlen

Die Hildebrandmühlen, Frankfurt am Main, haben inzwischen die ersten 1000 Weizen der neuen Ernte geprüft und untersucht. Fazit: "Im Vegleich zu den vergangenen Jahren sind die Protein- und Feuchtklebergehalte als fast normal und noch gut zu bezeichnen, hat die Kleberqualität ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Dehnbarkeit und Dehnwiderstand. Der Sedimentationswert (nach Zeleny) und die Fahllzahlen sind hoch."

Die Mühlenlabore gaben folgende Durchschnittswerte für Weizenmehle Type 550 bekannt:

Feuchtigkeit 15,0 +/- 0,5 %

Mineralstoffgehalt: 0,51 - 0,63 % i.Tr.

Proteingehalt: 12,3 +/- 0,3 % i.Tr.

Feuchtklebergehalt : 28,2 +/- 1,0 %

Sedimentationswert: 38 +/- 3 ml

Fallzahl: 340 +/- 30 s 

 

Entsprechend fallen die Verarbeitungstipps aus:

- Teigausbeute gleichbleibend

- Teige gut bis sehr gut auskneten

- normale Teigtemperatur, optimal für Brötchenteige in diesem Jahr 27 - 28 °C

- Stückgare normal - bei sehr (!) guter Gärtoleranz und -stabilität

- Ofentrieb gut, bräunung noch normal 

 

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19.08.2008 Rohstoffe

CSM signalisiert Zufriedenheit

CSM nv, weltweit größter Lieferant von Backmitteln und ähnlichen Rohstoffen mit Hauptsitz in Diemen, Niederlande, hat seine Halbjahresergebnisse vorgestellt und Zufriedenheit signalisiert. Demnach sind die Nettoumsätze im ersten Halbjahr 2008 unter Herausrechnen der Währungsschwankungen um 11,4 Prozent auf 1,247 Mrd. Euro gestiegen. EBITA unter Herausrechnen außergewöhnlicher Aktivitäten und Währungsveränderungen wuchs um 7,7 Prozent auf 75,1 Mio. Euro. Inklusive der Währungsveränderungen - CSM macht rund die Hälfte seiner Geschäfte in den USA - sank das EBITA um 0,9 Mio. Euro auf 68,8 Mio. Euro. Umstrukturierungsmaßnahmen in Deutschland und Nordamerika haben im ersten Halbjahr die Profitabilität belastet, so der Vorstand. Das operative Ergebnis vor Steuern stieg gleichwohl um 6,2 Prozent auf 49,7 Mio. Euro. Der Umsatz im Bäckereigeschäft in Nordamerika wuchs im ersten Halbjahr 2008 um 15,2 Prozent, in Europa um 7,3 Prozent. Offenbar ließen sich in den USA die gestiegenen Rohstoffpreise besser weitergeben als in Europa. Um weiteres Wachstum finanzieren zu können, hat CSM ein finanzielles Arrangement mit einem Bankenkonsortium getroffen, dass bei Bedarf den Zugriff 385 Mio. US-Dollar ermöglicht. Was CSM damit möglicherweise kaufen möchte, wurde nicht erläutert.

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14.08.2008 Rohstoffe

Roggenernte 2008 – Erträge und Backeigenschaften positiv

Der Deutsche Bauernverband geht bisher von einer besseren Getreideernte im Vergleich zum vergangenen Jahr aus und prognostiziert eine Getreideernte von 46 Mio t. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem nach Angaben des Bundesagrarministeriums 40,5 Mio. t Getreide eingefahren wurden, entspräche dies einem Zuwachs von mehr als 13 Prozent. Beim Roggen berichtet die Landwirtschaft von guten bis sehr guten Erträgen – der Markt habe sich dadurch deutlich entspannt und zu einem spürbaren Rückgang der Preise geführt. Die Hildebrandmühlen, Frankfurt am Main, veröffentlichten am 12. August ihre erste Information zur Roggenernte. Das Qualitätssicherungsteam untersuchte 150 Muster. Der diesjährige Roggen weist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stärkequalität und Enzymatik auf, heißt es im Bericht. Mit einer normalen Wasserschüttung sei eine gute bis sehr gute Backfähigkeit gegeben. Der Mutterkornkornanteil ist sehr gering. Weiterhin konnte das Team der Hildebrandmühlen bei Backversuchen ein gutes Brotvolumen, eine leicht saftige Krume, einen aromatischen Geschmack und optimale Brotqualitäten feststellen. Die Hildebrandmühle ist mit 150.000 t Mahlgut pro Jahr die größte hessische Getreidemühle und gehört zur Kampffmeyer Mühlen GmbH, Hamburg.

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13.08.2008 Rohstoffe

Gut verdient mit Getreidehandel und -handling

ADM steht für Archer Daniel Midland und somit für einen der weltweit großen Konzerne, die mit ihren Produkten und Aktivitäten von der Agrarwirtschaft bis auf den Teller ihr Geld verdienen. Milch-, Fleisch-, Dressings-, Getränke-, Süßwaren-  - und vor allem die Backwarenbranche stellt dabei die Abnehmer für Mehle, Mixe und Backmittel (vorwiegend in Großbritannien), Stärke, Öle und Fette, Kakaopulver, Lecithin, Xanthan, Milch- und Essigsäuren, Süßungsmittel und vieles mehr. Ganz nebenbei gehört ADM zu den großen Anbietern von Ethanol weltweit und von Biodiesel in Deutschland. Kein Kontinent weltweit, auf dem das in Decatur, Illinois, USA, beheimatete Unternehmen nicht aktiv ist. Anfang der Woche hat ADM die Zahlen für das am 30. Juni 2008 beendete Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2007/2008 seinen Umsatz um 59 % auf 69,8 Mrd. US-Dollar ausweiten können. Der operative Gewinn stieg um 9 % auf 3,441 Mrd. Dollar. Mit 1,040 Mrd. Dollar den größten Profit brachte demnach die Verarbeitung von Ölfrüchten ein, das größte Profitwachstum legte dagegen der Sektor Agricultural Services hin, der seinen operativen Gewinn von 538 Mio. Dollar auf 1,017 Mrd. Dollar steigerte. Von der Gesamtsteigerung um 479 Mio. Dollar gehen 491 Mio. Dollar auf das Konto von merchandising and handling, was in der Veröffentlichung des Hauses auf die gestiegenen Margen zurück zu führen sei, die auf dem hoch volatilen Getreidemarkt und durch glückliches Risikomanagement entstanden seinen.

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05.08.2008 Rohstoffe