Zentralverband begrüßt Konjunkturpaket, aber …

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks begrüßt das Konjunkturpaket der Bundesregierung. „Zur Belebung der Binnenkonjunktur und zur Stützung der von der Krise stark betroffenen Bäckereien ist es ein wichtiges Signal“, so Michael Wippler, Präsident des Zentralverbandes. Es sei zu hoffen, dass das Paket der Bundesregierung die gewünschte Wirkung erziele, was aber bezweifelt werden dürfe. „Die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer auf 16 bzw. 5 Prozent verursacht in den Betrieben immensen Aufwand und könnte die Steuersenkung schnell aufzehren“, meint der Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider. Der Steuersatz ändere sich binnen zwölf Monaten gleich dreimal und jedes Mal müssten die Kassensysteme umprogrammiert und Preise neu ausgezeichnet werden. „Das bringt Chaos, kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld, da in vielen Fällen Dienstleister beauftragt werden müssen.“
Durchaus positiv ist aus Sicht des Bäckerhandwerks der Ausbildungsbonus zu bewerten. Bäckereien, die trotz Krise weiter ausbilden, bekommen bis zu 3.000 EUR Bonus je Azubi. „Das ist ein wichtiges Signal für die Stärkung der betrieblichen Ausbildung und ein Beitrag zur dringend gebotenen Fachkräftesicherung“, so Michael Wippler.
Die Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge auf maximal 40 % des Bruttolohns bis 2021 begrüßt der Zentralverband grundsätzlich. Damit hätten die Betriebe mehr Planungssicherheit für ihre Personalkosten und könnten so Arbeitsplätze sichern. Allerdings bleibe zu befürchten, dass die Sozialkassen ihre Rücklagen aufbrauchen und sich spätestens 2022 eine erhebliche Finanzierungslücke auftut, die dann zu höheren Beiträgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer führen würde. Für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik sei es sinnvoll, die Sozialversicherungsbeiträge langfristig einzufrieren.
Als wichtigen, aber längst nicht ausreichenden Schritt bezeichnet der Zentralverband die beschlossene Deckelung der Umlage zur Finanzierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Diese EEG-Umlage soll bis 2022 von derzeit 6,75 ct auf 6 Cent je kWh fallen. „Für die stromintensiv produzierenden Handwerksbäcker ist dies ein Tropfen auf den heißen Stein. Die vor einiger Zeit von der Politik angekündigte Deckelung der EEG-Umlage auf maximal 3,5 ct/kWh scheint ein leeres Versprechen zu verbleiben“, kommentiert Daniel Schneider. Aus Sicht des stromintensiven Bäckerhandwerks wäre aber gerade eine deutliche Senkung der Produktionskosten ein wichtiger Schritt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die Kosten für die Betriebe deutlich zu senken. Der Zentralverband fordert insofern Nachbesserungen beim Maßnahmenpaket der Bundesregierung.

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