Wie Sondermann Brot den Neustart plant

Nach der Insolvenz im August 2018 hat die Bäckerei Sondermann Brot mit Sitz in Drolshagen ihre Pläne zur Neuausrichtung (wir berichteten) konkretisiert. Demnach will das Unternehmen ab Oktober noch gut 50 der zuletzt 100 Filialen weiter betreiben. Produktion und Logistik sollen in einer Gesellschaft zusammengefasst werden. Im Großkunden- und Liefergeschäft will Sondermann Brot seine Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Dadurch verringere sich, heißt es in einer Mitteilung, die unternehmerischen Risiken der mittelständischen Bäckereigruppe, die künftig insgesamt 475 Beschäftigten haben wird.
In den kommenden Monaten will man im Groß- wie im Einzelhandel in die Kassen- und Logistiksysteme investieren und diese digitalisieren. Bestellprozesse insbesondere im Interesse der Großkunden sollen digitaler und somit flexibler werden. Im Einzelhandelsgeschäft plant Sondermann Brot, das Erscheinungsbild seiner Filialen weiter zu modernisieren. Zudem soll die Angebotspalette der Backwaren bis zum Weihnachtsgeschäft überarbeitet werden.
In den vergangenen Monaten hat der stationäre Einzelhandel, heißt es in der Mitteilung weiter, den wohl größten Einbruch seiner Geschichte erlebt. „Marken, die bislang ‚Anker‘ für Innenstädte oder Einkaufszentren waren, brachten verlässliche Laufwege, Kundenfrequenz und Umsatz“, erklärt der Geschäftsführer Hermann Sondermann. „Dieser Umbruch, der Verlust bislang verlässlicher ‚Anker‘ oder Kundenmagneten war maßgeblich dafür, dass wir unser Geschäftsmodell konsolidiert haben. In diesen unwirklichen, angespannten Pandemie-Zeiten waren und sind wir so gut aufgestellt, dass wir zügig eine gestraffte, wettbewerbsfähige Lösung verhandeln und vereinbaren konnten“.
Sondermann Brot wurde 1949 durch Robert und Klara Sondermann gegründet. In einem ersten Insolvenzverfahren 2011 war der Finanzinvestor Lafayette Capital eingestiegen. Ende August 2018 hatte das Unternehmen für die Hälfte seiner Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet (wir berichteten). Damals erwirtschaftete die Bäckerei mit 780 Mitarbeitern und gut 100 Filialen einen Jahresumsatz von knapp 20 Mio. EUR.

 

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