Warnstreiks in Baden-Württemberg

Beschäftigte in mehreren Backbetrieben sind in dieser Woche in Warnstreiks getreten. Arbeitsniederlegungen gab es u.a. in Crailsheim und Bietigheim (Lieken) sowie in Neuenburg, Bexbach (Saarland), Reutlingen und Mannheim (alle K&U). Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten). In einer Mitteilung schreibt die NGG: „Nachdem die Arbeitgeberseite bei der ersten Tarifverhandlung am 22. Juni 2020 kein Angebot für die rund 1500 Beschäftigten in der Brot- und Backwarenindustrie in Baden-Württemberg vorgelegt hat, verleihen die Beschäftigten mit dem heutigen Warnstreik der Forderung nach einer Steigerung der Löhne und Gehälter von 6,2 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten deutlich Nachdruck.“
Der Verband Deutscher Großbäckereien reagiert mit Unverständnis auf die Warnstreiks. „Noch sind die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der 1. Welle der Pandemie nicht umfassend geklärt, noch befinden sich sehr viele Mitarbeiter in Kurzarbeit (natürlich mit Aufstockungsgeld)“, erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Armin Juncker. Zahlreiche Bäckereifilialen seien vorübergehend oder für immer geschlossen. Auf Bahnhöfen, Flughäfen und auch im touristischen Schiffsverkehr liege fast alles noch still.
Über diese Situation habe man bei der ersten Tarifrunde diskutiert und allen Beteiligten sei klar gewesen, dass die Verhandlungen fortgesetzt würden. „Wer aber bereits nach der ersten Verhandlungsrunde zu Arbeitsniederlegungen aufruft, handelt unverantwortlich.“ Mit dieser Aktion verlasse die baden-württembergische NGG den Weg der tarifpolitischen Vernunft. Belegschaften und Arbeitgeber, die gerade eine oft existenzbedrohende Krise gemeinsam überstanden haben, würden so in ein kräfteraubendes Gegeneinander gezwungen. Damit arbeite die NGG nicht im Sinne einer Tarifpartnerschaft, sondern zerstöre mutwillig Vertrauen.

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