Studie zum Logistik-Controlling

Welchen Stellenwert haben Kennzahlensysteme im Logistik-Controlling? Zu diesem Thema liegt jetzt eine Studie in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Logistik an der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar erstellt wurde. 251 Entscheidungsträger von Industrie- und Handelsunternehmen und 180 Führungskräfte von Logistikunternehmen wurden dazu gefragt.

Abgefragt wurden verschiedene Gestaltungskriterien der eingesetzten Kennzahlensysteme:

- Mehrdimensionalität
- Verknüpfung von strategischer und operativer Ebene
- Fokussierung auf selektive Kennzahlen
- Zeitgerechte Verfügbarkeit von Kennzahlen
- Unternehmensübergreifende Verknüpfungsmöglichkeiten
- Fähigkeit zur Anpassung an kontextspezifische oder neue Anforderungen

Ergebnis: Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass eine starke Konzentration auf Finanzkennzahlen zur effizienten Steuerung nicht ausreicht und der größte Teil der befragten Unternehmen schätzt die eigene Datenbasis als zufriedenstellend breit ein. Dennoch zeigt sich, dass in der Praxis mit einem Anteil von 46 % bei Logistikern und 37 % bei Industrie und Handel nach wie vor Finanzkennzahlen der wichtigste Faktor in der Erfolgs- und Leistungsmessung darstellen. Kundenkennzahlen wie z.B. Reklamationen finden zu 16 bzw. 22 % Eingang in die Erfolgs- und Leistungsmessung.
Selbst Kundenkennzahlen werden bei einigen Unternehmen gar nicht erst erhoben, andere nicht einbezogen. Kennzahlen zur eigenen Innovationstätigkeit werden bei 50 % der Industrie- und Handelsunternehmen und fast 40 % der Logistikdienstleister gar nicht erst erhoben. Selbst Kennzahlen über die Liefererfüllung oder Durchlaufzeit werden nicht einmal von den Logistikdienstleistern überall als wichtig für die Steuerung angesehen. Fehlerkosten erheben nur 41 % der Industrie- und Handelsunternehmen und nur 24 % der Logistikdienstleister.
Ähnlich lückenhaft sieht es bei der Verknüpfung strategischer und operativer Kennzahlen aus, insbesondere bei Logistikorganisationen mit weniger als 100 Mitarbeitern. Wenn es um die Verknüpfung der Unternehmens-Kennzahlen mit der gesamten Supply-Chain geht, schätzten die befragten Manager die Realität in ihren Unternehmen selber eher als mittelklassig ein. “Die überwiegende Mehrzahl der teilnehmenden Logistikorganisationen sieht weder eine substantielle Berücksichtigung im eigenen Kennzahlensystem noch eine tatsächliche Verzahnung mit Kennzahlen ihrer externen Partner.“
Auch mit dem “warum“ Kennzahlensysteme nicht intensiver zur Steuerung der Logistik eingesetzt werden, haben sich die Forscher aus Vallendar beschäftigt. Es mangelt demnach in manchen Kennzahlensystemen an Benutzerfreundlichkeit, einer stringenter Aufbereitung der Kennzahlen sowie der zeitnahen Verfügbarkeit. Insgesamt aber bescheinigt der Großteil der befragten Manager ihrem Kennzahlensystem gute Praxisnähe. Die 52seitige Studie, die unter http://www.bvl.de/service/publikationen/studien-zum-download von der Bundesvereinigung Logistik bereitgestellt wird, kommt gleichwohl zu dem Ergebnis, dass în der Steuerung der Logistik noch deutliche Verbesserungspotentiale schlummern. Immerhin zeigten sich deutliche Leistungsunterschiede in der Logistik der untersuchten Unternehmen.

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