Streit zwischen VGMS und Öko-Test

Der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V. ist sauer. Öko-Test habe Mehl und Haferflocken getestet und einzelne Produkte abgewertet und das selbst dann, wenn die Produkte die Sicherheitsstandards des deutschen und europäischen Lebensmittelrechts erfüllen. Es sei unverantwortlich, „wenn der Handel von Öko-Test abgewertete Produkte automatisch auslistet: gute und sichere Lebensmittel für die Tonne! Langfristig sorgt eine solche Bewertungspraxis nicht für die Stärkung der Ernährungskompetenz von Verbraucher*innen.“ Der VGMS wirft Öko-Test konkret ungenügende Bewertungssysteme, eigenwillige Interpretation von gesetzten Standards und eine „lenkende Sprache“ bei der Interpretation der Untersuchungsergebnisse vor.
Starker Tobak, den die Redaktion des Öko-Test nicht auf sich sitzen lassen will. ÖKO-TEST sei grundsätzlich“ keine Aufsichtsbehörde, die die Einhaltung von gesetzlichen Grenzwerten kontrolliert, sondern ein Testanbieter mit einem eigenen Bewertungssystem, das über gesetzliche Grenzwerte hinausgeht, auch bei selbstverständlich verkehrsfähigen Produkten. Man verstehe sich als kritisches Verbrauchermagazin.
So habe man bei der Kontamination mit Nickel, die von der VGMS als Beispiel für eine Fehleinschätzung angeführt wird, „die jeweils gemessenen Gehalte in den Produkten abgestuft bewertet, also je nachdem ob sie die Aufnahmemengen mit einer Portion zu mehr als 50 oder zu mehr als 100 Prozent ausschöpfen.“ Dabei orientiere man sich u.a. an toxikologisch abgeleiteten tolerierbaren täglichen Aufnahmemengen (TDI), die etwa die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit festlegt.
Auch die Beanstandung von Mineralölverbindungen der MOSH-Gruppe (gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe) hatte die VGMS abgelehnt mit der Begründung, Öko-Test habe nicht die von Lebensmittelüberwachungsbehörden und Lebensmittelwirtschaft festgelegten Orientierungswerte als Maßstab verwendet. Öko-Test sieht hingegen die Orientierungswerte als veraltet an. Die Zeitschrift dazu „Etliche Produkte sind gar nicht (mehr) oder nur in Spuren belastet. Anders ausgedrückt: Die Herstellungspraxis ist schon viel weiter.“

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