Neues Nachweisverfahren für Bakterientoxin

Das Bakterium Bacillus cereus ist ein Erreger, der eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen kann. Dabei erweist sich der Keim als ausgesprochen vielseitig: Eine aktuelle Studie in Analytical and Bioanalytical Chemistry zeigt, dass der Erreger 19 verschiedene Varianten eines Giftes produziert, das beim Menschen zu Übelkeit und Erbrechen führt. Europaweit steigt die Anzahl der durch Bacillus-Toxine verursachten Lebensmittelvergiftungen. Mit dem Konsum vorgefertigter Gerichte steigt allerdings das Risiko einer Lebensmittelvergiftung. Besonders vom Bacillus cereus-Befall betroffen sind stärkehaltige Speisen wie Reis, Pasta und Kartoffeln, aber auch gefüllte Backwaren (z. B. gefüllte Krapfen) stellen ein Risiko dar. Die Krankheitsform, die Übelkeit und Erbrechen auslöst, bezeichnet man als emetisch. Dafür verantwortlich ist das Gift Cereulid. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben ein Nachweisverfahren für das Toxin entwickelt. Dabei konnten sie neben einem bereits bekannten Cereulid 18 weitere Varianten identifizieren. „Vor diesem Projekt gab es kein befriedigendes Nachweisverfahren für das Cereulid-Toxin in Lebensmitteln“, erklärt Prof. Thomas Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und sensorische Analytik. „Mit unserem auf Massenspektrometrie basierenden Verfahren haben wir einen wichtigen Grundstein gelegt, das Bakteriengift zuverlässig nachzuweisen.“ Damit lässt sich künftig auch abschätzen, welches Risiko von kontaminierten Produkten ausgeht und welche Bedeutung die Cereulid-Varianten dabei haben. Ein Nachweisverfahren für das bekannte Cereulid wird zurzeit auf europäischer Ebene sowie der Food & Drug Administration (FDA) der USA evaluiert und eine ISO Methode für den Einsatz in der Lebensmittelanalytik befindet sich in Vorbereitung.

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