Zielgruppengenau
„Konzept“ heißt das Stichwort, wenn es um neue Läden und Verkaufseinrichtungen geht. Es geht um Ideen, aber auch darum, möglichst präzise den Geschmack der anvisierten Zielgruppe zu treffen.
Heute müssen eine ganze Reihe von Varianten stimmen, damit der Kunde das Portemonnaie zückt. Anders ausgedrückt: das Konzept muss stimmig sein, es muss den Kunden überzeugen und anziehen, ohne dass er darüber nachdenkt. International im Fokus liegt das Wachstumssegment Verzehr und Bäcker-Gastronomie. Den alles entscheidenden Gestaltungstrend an sich gibt es dabei nicht – entscheidend ist ein authentischer Auftritt.
Ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung solch eines modernen Laden- bzw. Marketingkonzeptes ist die Schneiders Quer AG in Pfäffikon, Schweiz. Geschäftsführer Roland Schneider hat hier im Mai 2008 sein „Gastroerlebnis“ eröffnet, dass eine Showbäckerei und -confiserie, eine Pizzeria mit Holzbackofen, ein Restaurant und ein Hotel vereint. Bei der Einrichtung nutzte Schneider die Möglichkeit der thematisierten Insellösungen, bei der jeder Bereich wie eine Insel inmitten von Sitzgruppen auf einer Fläche von insgesamt 1.000 m² (inklusive der Produktion) angeordnet ist. Wer Brot kaufen will, geht an diesen Tresen, wer Kaffee trinken will an einen anderen und wer sich ein Pizza aussuchen will ebenfalls an eine andere Insel im Raum. Diese Vorgehensweise verteilt die Kundschaft im Raum, vermeidet einerseits Ballungen und Wartezeiten und erzeugt eine legere Atmosphäre.
Bei Schneiders Quer erhalten die Gäste an 365 Tagen im Jahr Vorspeisen, Salate, Pizzen, Pasta- und Grillgerichte, Desserts wie Kuchen, Crêpes und Pralinen und natürlich Backwaren.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Herausstellung der Warenqualität. Es geht darum, die Ware nicht mehr nur zu präsentieren, sondern sie zu inszenieren. Sorgfältige Planung und moderne Technik sind dabei erfolgsentscheidend. Daher wird bei Schneiders Quer alles offen und selber zubereitet, beispielsweise die etwa 300 bis 500 Pizzen an einem Tag am Wochenende. Roland Schneider wollte „nicht austauschbar sein“ – seiner Meinung nach „steht und fällt ein Betrieb wie dieser hier mit dem Herzblut“. Daher investierte er lieber in die Feinheiten seines einen Standortes – allein die Investitionen hier kosteten etwa 4 Mio. CHF (ca. 3,07 Mio. EUR) – als in Filialen auszubauen. Seine Umsatzzahlen bestätigen ihn, denn seit der Eröffnung steigen sie konstant.