Zentralverband: Eckpunkte der Reform beschlossen

Basierend auf einer 2017 angeschobenen Mitgliederbefragung, Projektgruppen-Workshops und einem runden Tisch mit mehr als 40 Interessierten hat der Vorstand des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. erste gemeinsame Beschlüsse für eine grundlegende Reform der Standesvertretung gefasst. Wichtige Eckpunkte:
- Dreistufigkeit soll bestehen bleiben, Leistungsfähigkeit auf allen Stufen erhöht, Dopplung vermieden werden. Innungen sollen nach Möglichkeit mindestens 30 Mitglieder haben. Gegebenenfalls werden auch auf LIV-Ebene gemeinsame Geschäftsführungen empfohlen.
- Aufgabenbereiche  für alle drei Stufen sollen klarer voneinander abgegrenzt werden, wobei die Dienstleistung für die Betriebe im Vordergrund steht. So soll der Zentralverband Betriebe im Einzelfall nicht mehr beraten, das wird Aufgabe der Landesinnungsverbände und gegebenenfalls kostenpflichtig.
- Effektivere Aufgabenteilung zwischen Ehrenamt und Hauptamt, wobei die Entscheidungshoheit beim Ehrenamt bleibt. Das Ehrenamt soll die Vielfalt der Branche widerspiegeln.
- Direktmitgliedschaft beim Landesinnungsverband soll ebenso ermöglicht werden wie die Innungsmitgliedschaft ohne Tarifbindung, im Gegenzug erhalten die betroffenen Innungen einen Finanzausgleich.
- Kommunikation intern und extern soll verbessert werden, um die Leistungen der Organisation zu verdeutlichen. Außerdem ist ein regelmäßiger Newsletter des Zentralverbandes an die Betriebe geplant. Nach außen soll der Internetauftritt der Verbandsorganisation einheitlicher werden.
- Finanzen sollen überarbeitet werden, z.B. durch eine Musterbeitragsordnung für die Mitgliedsbeiträge der Innungen, die helfen soll, die Beiträge anzugleichen. Außerdem sollen die Organe die Möglichkeit haben, Leistungen in wirtschaftliche Geschäftsbetriebe wie z.B. Service-GmbHs auszugliedern.
Ein Teil der Beschlüsse, wie ein Baukasten für den Internetauftritt, kann umgehend umgesetzt werden. Andere, wie die Öffnung der Mitgliedschaft in den LIV, die Mitgliedschaft ohne Tarifbindung oder auch die Zusammenlegung von Innungen bedürfen Satzungsänderungen auf den verschiedenen Ebenen und somit Zeit. Es gibt kein Weisungsrecht des Zentralverbands-Präsidiums, sondern lediglich Vorschläge. Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes tagt im Herbst diesen Jahres und wird dort über entsprechende Satzungsänderungen für den Zentralverband entscheiden.
Einen ausführlichen Bericht über die Ergebnisse der Mitgliederbefragung und die geplante Strukturreform  finden Sie in der nächsten Ausgabe des Infodienstes BackMarkt, erscheint am 11. Juni 2019, und in der nächsten Ausgabe von brot+backwaren, erscheint am 5. Juli 2019.

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