Wback verkauft?

Es mehren sich die Gerüchte, dass der Hotdog- und Hamburger-Bun-Spezialist Wback an die belgische Guenther Bakeries verkauft wurde. Eine Bestätigung konnten wir bis Redaktionsschluss leider von keinem der beteiligten Unternehmen einholen. In Bönen hieß es, alle seien bereits im Weihnachtsurlaub. Von Guenther gab es bislang auf unsere Anfrage ebenfalls keine Rückmeldung.
Die im nordrhein-westfälischen Bönen und im bayerischen Leipheim produzierende Wback GmbH wurde 2004 von Peter Wendeln gegründet, Spross jener Familie aus Garrel, die einst mit Golden Toast und Lieken Urkorn groß geworden war und ihre Aktivitäten später in den Kamps-Konzern einbrachte.
Wback ist spezialisiert auf Buns und gilt als einer der Hauptlieferanten von Burger King in Deutschland. Darüber hinaus beliefert Wback den Handel und den Foodservice.
2005 startete Wback die Bun-Bäckerei in Bönen nach klassischem amerikanischen Vorbild. 2008 wurde die Kapazität mit einer zweiten Bäckerei in Leipheim verdoppelt. Produktionschef und Miteigentümer war damals Willy Weiler.
2013 gab es dann bei Wback einen Management-Buy-Out mit Unterstützung des Mittelstandsinvestors Halder. Halder selber gehört zum belgischen Finanzinvstor GIMV gehört. Es war nicht das erste Mal, dass GIMV sich in der Backwarenbranche engagiert. So besitzt das Unternehmen Anteile an der Kette „La Croissanterie“ und unterstützte von 2009 bis 2016 die Investitions- und Expansionsstrategie von Vandemoortele. Der GIMV-Anteil von 23,58 % wurde 2016 von der Familienholding zurückgekauft.
Guenther Bakeries wiederum beschreibt sich auf der eigenen Homepage als Spezialist für Hamburgerbrötchen mit einem Zweitsitz in San Antonio, Texas, USA: Das könnte man auch anders herum definieren. CH Guenther &Son Inc. wurde 1851 von einem Emigranten aus Sachsen gegründet. Das Unternehmen produziert diverse Getreideprodukte, darunter auch TK-Backwaren und besitzt die Pioneer Four Mills in San Antonio. Zum Unternehmen gehören zahlreichen Produktionsstätten in den USA (u.a. auch die Bäckerei Tribeca Oven in New York, über die eine Reportage in der Fachzeitschrift brot+backwaren 1-2019 zu lesen sein wird) sowie Werke für TK-Backwaren in Vancouver, Kanada, Belgien und in Großbritannien. Laut Presseberichten betrug der Umsatz 2017 rund 800 Mio. US-Dollar. Im selben Jahr übernahm Guenther auch den in Montreal beheimatete TK-Food-Hersteller Plats du Chef von der Claridge- Inc., laut Zeitungsmeldungen damals die größte Übernahme die Guenther je getätigt hat.
Im März diesen Jahres wurde C.H. Guenther&Son von dem aus Chicago stammenden Finanzinvestor Pritzker Group übernommen. Wenig später schluckte Guenther Cookieree Bakeries, einen Hersteller von Cookies, Brownies und Scones für Foodservice und LEH aus Salt Lake City. Damit stieg die Zahl der Produktionsstätten in den USA, Kanada und Europa auf 21 und die Zahl der Beschäftigten auf mehr als 3.000.

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