NRW plant Datenbank für Hygienesünder

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, legt das Ergebnis der Sonderprüfung bei Großbäckereien in NRW vor. Demnach herrschen laut Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) zum Teil erschreckende Hygienezustände in einigen Unternehmen. Bei Routinekontrollen der Jahre 2010 und 2011 von landesweit 227 Großbetrieben hätten mangelhafte Zustände in mehr als 212 Fällen Nachkontrollen erforderlich gemacht. Neun Bäckereien mussten demnach ganz oder in Teilen geschlossen werden, zwei weitere ließen vorübergehend freiwillig den Betrieb für eine Grundreinigung ruhen, heißt es. In 49 Fällen mussten Bußgelder von mehr als 200 EUR erhoben werde und in 7 Fällen wurden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet. Für Remmel ist die Bilanz der Sonderprüfung indiskutabel. Als erste Maßnahme prüft das Land derzeit die Einführung einer landesweiten Internet-Datenbank, in der Hygiene-Verstöße ab einem Bußgeldbescheid von mindestens 350 EUR durch die zuständigen Behörden veröffentlich werden. Armin Juncker, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Großbäckereien e.V. Düsseldorf, erklärte gegenüber der Zeitung DerWesten, dass der Verband sich nicht gegen Kontrollen wehrt, ab gegen eine Prangerwirkung selbst bei kleinsten Vergehen. So werde eine Geldbuße von 350 EUR verhängt, wenn z. B. der Papierhandtuchspender leer sei.

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