Konstante Ergebnisse für die Lambertz-Gruppe

Trotz der durchschnittlich zu warmen Temperaturen im Herbst 2018 konnte die Lambertz-Gruppe, nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Herbst- und Weihnachtsgebäcken, ihre Um- und Absätze auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. Dieses Fazit zog Alleingesellschafter Prof. Hermann Bühlbecker auf der Jahrespressekonferenz. Zum Unternehmen gehören neben dem Stammhaus in Aachen (Lambertz/Kinkartz) die Marken Weiss Lebkuchen in Neu-Ulm, Haeberlein-Metzger in Nürnberg und Dr. Quendt (Qualitäts- und Markenstollen) in Dresden.
Aus Gründen der Transparenz und zur Vereinfachung des Konditionensystems habe man sich in Kooperation mit zwei großen Handelsgruppen dazu entschlossen, auf Nettopreise umzustellen. Der Netto-Gesamtumsatz der Gruppe im Geschäftsjahr 2018/2019 lag bei 626 Mio. EUR (Vorjahr: 666 Mio. EUR). Der Anteil der Jahresartikel lag den Angaben zufolge bei fast 60 %. Topseller in diesem Segment sind Gebäckmischungen, Kuchen/Kleinkuchen und Gebäckspezialitäten. Das erfolgreiche Bio-Sortiment (Bio-Haferkekse und Bio Vitalgebäck) werde kontinuierlich erweitert. In diesem Segment verfüge man mittlerweile über eine breite Distribution in Deutschland, auch in den europäischen Nachbarländern würde die Nachfrage nach Lambertz-Bio-Produkten weiter ansteigen.
Die polnische Tochter, Lambertz Polonia, erzielte einen Umsatz von 45,5 Mio. EUR (Vorjahr: 44,8 Mio. EUR). Dazu das Unternehmen: In den osteuropäischen Märkten, wo Lebkuchen ganzjährig angeboten werden, setzte sich der Trend fort, dass das Herbst- und Weihnachtsgeschäft einen immer bedeutenderen Stellenwert einnimmt. Zudem werden von Lambertz Polonia (mit den beiden Werken in Kattowitz und Ruda Slaska) auch die osteuropäischen Märkte beliefert. Besonders erfreulich entwickelte sich diesbezüglich der russische Markt.
Lambertz USA erwirtschaftete 28 Mio. EUR (Vorjahr: 26,8 Mio. EUR). Dazu heißt es: Süßgebäcke, traditionelle Spezialitäten sowie Ganzjahresartikel erfreuen sich gerade unter dem Label „Made in Germany“ in den USA großer Beliebtheit. Besonders gefragt sind Premium-Sortimente und wertige Geschenkartikel und –truhen. Neben klassischen Lebkuchen-Sortimenten gehören dazu auch originale, typisch europäische Gebäckvarianten. Unerfreulich sei die drohende Gefahr, dass die US-Regierung ab 18. Oktober nun auch Strafzölle auf EU-Gebäck in Höhe von 25 % erheben will.
Dr. Quendt verbuchte einen Umsatz von 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR) Dr. Quendt ist den Angaben zufolge weiterhin Marktführer im Segment „Original Dresdner Stollen“. Der Jahresartikel-Umsatz lag auf dem Niveau des Vorjahres. Die Differenz in den Gesamtumsätzen bei Dr. Quendt kam durch die Umstellung auf Nettopreise mit zwei Großkunden zustande, so das Unternehmen.
Die Exportquote der Lambertz-Gruppe, die rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt, lag im Geschäftsjahr 2018/2019 gleichbleibend bei 24 %. Die Gruppe liefert weltweit in rund 60 Länder, neben Europa und den USA auch nach Mittel- und Südamerika, in den Nahen Osten, nach Südafrika und China. Investiert wurden im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 19,5 Mio. EUR, insbesondere in die Bereiche Rohstofflagerung, Teigmacherei, Digitalisierung, Verpackung und Qualitätssicherung.
Trends sieht Lambertz u.a. im mobilen Snacking (Miniformate, Impulsprodukte und To-Go-Angebote, Kombination aus süßen und salzigen Komponenten) und regionalen Produkten (Spezialitäten mit geografischem Herkunftsschutz bei traditioneller, handwerklicher Produktion). Der ernährungsbewusste Genuss (Bio, Vegan, Fettreduzierung, Salzreduzierung), weitgehender Verzicht auf Palmfett sowie Nachhaltigkeit (Fair Trade, soziale Verantwortung, Reduzierung von Verpackungsmaterial) seien die Trends der Gegenwart und Zukunft.

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