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Streit um Back Business geht weiter

  • Freitag, 30. November 2012
  • Backbranche

Anfang September 2012 berichteten wir davon, dass es zwischen den Alteigentümern des Mercado Verlages, in dem das Zeitschrift "BackBusiness" erscheint und der Käuferin, der Angelika Lehmann Unternehmergesellschaft, Streit um die Zahlung des Kaufpreises und gegebenenfalls Rückübertragung gibt. Auf der iba 2012 wurde dann bekannt, dass die neue Eigentümerin die Chefredakteurin des Blattes, Tania Feindt, fristlos vor die Tür gesetzt hatte, wogegen diese Klage einreichte. Die Alteigentümer waren derweil auf der Suche nach möglichen neuen Käufern und mehrere Verlage, darunter auch die f2m food multimedia gmbh, gaben ein Angebot ab. Im Oktober machte in Verlegerkreisen dann ein Handelsregistereintrag die Runde, nach der eine Firma namens K.S.G. Verlagsgesellschaft neuer Eigentümer der Mercado Verlag GmbH sei. Gleichzeitig berichteten Unternehmen aus der Branche von Äußerungen von Manfred Lehmann, Ehemann der o.g. Angelika Lehmann, der Streit mit den Alteigentümern sei beigelegt und der Verlag werde weitergeführt.
Um das Kapitel zumindest journalistisch abzuschließen bat die Redaktion des Backspiegels deshalb den Mercado Verlag um eine Stellungnahme und Aufklärung über den Streit mit den Alteigentümern und der ehemaligen Chefredakteurin. Als Antwort bekamen wir eine E-Mail der gegenwärtigen Chefredakteurin Maike Gronwald, die uns im Auftrage von Manfred Lehmann, Geschäftsführer des Mercado Verlages, ziemlich unverblümt aufforderte, die Klappe zu halten. Zitat: "in Abwesenheit und nach Rücksprache mit Herrn Lehmann fordern wir Sie hiermit ausdrücklich in seinem Namen auf, keinerlei Informationen hinsichtlich der in Ihrer Mail genannten Inhalte über den Mercado Verlag zu veröffentlichen. Wie mir Herr Lehmann mitteilte, verfügt auch der Mercado Verlag über ausreichendes Material, um eine entsprechende und fundierte Gegendarstellung zu veröffentlichen. Dieses dürfte aber ganz sicher nicht im Interesse Ihres Hauses sein. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, gehört es nicht zu den Gepflogenheiten, innerhalb der Branche über Mitbewerber negativ zu berichten!"
Über Kommaregeln kann man vielleicht streiten, über Pressefreiheit nicht. Deshalb hier das Ergebnis unserer Recherche: Im Februar verhandelt das Arbeitsgericht Hamburg über die Klage von Frau Feindt gegen den Mercado Verlag. Der Streit mit den Alteigentümern Wilhelm Schlame und Günther Wohlers ist ebenfalls nicht ausgestanden, wie Wohlers telefonisch bestätigte. Ganz im Gegenteil, der Streit sei in den vergangenen Wochen nicht zuletzt durch die unzulässige Übertragung an K.S.G. eskaliert. "Man werde", so Wohlers, "den Streit vor Gericht bis zum Ende durchfechten."

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