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Backkongress 2012

  • Dienstag, 10. Juli 2012
  • Backbranche

Zwei Tage strammes Vortragsprogramm erwartete die Teilnehmer beim diesjährigen “Deutschen Backkongress 2012“, veranstaltet von der conferencegroup, einer Tochtergesellschaft der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag aus Frankfurt, zu der auch der Matthes Verlag gehört. Letzterer gibt u. a. die Allgemeine Bäckerzeitung und auch den Bayerischen Bäckermeister heraus. Die Anmeldeliste dokumentierte rund 240 Teilnehmer. Ein knappes Drittel ließ sich Backbetrieben zuordnen, der Rest kam, wie bei solchen Veranstaltungen inzwischen üblich, aus der Zulieferindustrie, von Verlagen, Unternehmensberatungen etc.
Das Programm kann man mit Fug und Recht als bunte Mischung bezeichnen. Es reichte von den Fakten der GfK über die Brancheneinschätzungen echter Branchenkenner und Bäcker, die ihre persönlichen Konzepte für die Profilierung als Handwerksbäcker vorstellten, bis hin zu esoterisch verschwurbelten Plädoyers für die Rückkehr der Haushalte zum Selberbacken inklusive Verteilung an die Nachbarn. Auch die üblichen Unternehmensberater mit und ohne Professorentitel fehlten nicht, was eher den Unterhaltungs- denn den Informationswert der Veranstaltung erhöhte.
Die vorgestellten Bäckereikonzepte verband vor allem die Rückbesinnung auf traditionelle Rezepturen und Herstellungsverfahren und die Vermarktung als Genuss-Manufaktur, womit sich vor allem ein zahlungskräftiges, genuss- und gesundheitsorientiertes Publikum ansprechen lässt, oder wie Friedbert Förster von der Hofpfisterei Stocker es formulierte, ein “Bio-affines Bürgertum“. Förster räumte dabei gleichzeitig mit der Mär auf, solche Konzepte seien nicht filialisierbar. Konzepte wie das der vorgestellten “Zeit für Brot GmbH“ aus Frankfurt oder “Au Pain de mon Grand-Père“ aus Straßburg müssen das zwar erst noch beweisen. Dass solche Konzepte jedoch durchaus auch größenfähig sind, zeigte Jean Kircher, President von Pain & Tradition aus Luxemburg, der nach französischer Bäckertradition hergestellte Brotsorten als Tiefkühlbackwaren vermarktet.
Dem Kongress hätte es gutgetan, wenn das Programm etwas weniger breit angelegt gewesen wäre, aber wie formulierte es ein aus der Backbranche stammender Teilnehmer: “Irgendeine Idee nimmt man immer mit.“ Mehr über diese Veranstaltung können Sie in der nächsten brot+backwaren (Ausgabe 4/12) lesen. Sollten Sie Interesse an der Fachzeitschrift habe, sendet Ihnen Antke Förster (foerster@foodmultimedia.de) gerne ein kostenloses Ansichtsexemplar zu.

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