Gläubiger stimmen Sanierung der Frischback-Gruppe zu

In den insgesamt drei Eigenverwaltungsverfahren der Bäckereigruppe Frischback in Arnstadt haben die Gläubiger die Insolvenzpläne einstimmig angenommen. Die Sanierungsverfahren werden daher aller Voraussicht nach Ende April aufgehoben. Die letzten Sanierungsmaßnahmen sollen dann bis September beendet sein. Frischback betreibt 120 Filialen und beschäftigt 821 Mitarbeiter. Die Gruppe erwirtschaftet einen Umsatz von 35 Mio. EUR und beliefert neben den Filialen auch Institutionen und Einrichtungen (u. a. Krankenhäuser, Altenpflegeheime und Cateringunternehmen), vorwiegend in Thüringen.
Laut Sanierungskonzept fokussiert sich die Gruppe auf den Thüringer Markt und baut ihr Filialnetz um. Demnach wurden und werden neue Filialen im direkten Umfeld der Produktion in Arnstadt übernommen oder neu eröffnet. Zusätzlich wurde das Produktportfolio überarbeitet. Von rund 500 Backerzeugnissen wurden 50 unrentable Produkte aus dem Sortiment genommen. Nach der Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht Erfurt bedankte sich der Geschäftsführer Alfred Heyl: „Nach der erfolgreichen tiefgreifenden Restrukturierung besteht jetzt Sicherheit für die mehr als 800 Mitarbeiter. Ich bemühe mich weiter, Frischback optimal am Markt zu positionieren und werde mich hierbei auf die durch die erneuerte Struktur vorgegebene Region konzentrieren. Bei allen Beteiligten und besonders meinen Mitarbeitern bedanke ich mich für das Vertrauen und die oft intensive Zusammenarbeit.“
Die Frischback-Gruppe, bestehend aus der frischBack GmbH Arnstadt, der Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und der Backspezialitäten GmbH Thüringen, hatte am 10. August 2017 für alle drei Unternehmen Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt. Die Verfahren wurden Anfang Januar 2018 eröffnet. „Im Vordergrund der Neuausrichtung der Frischback-Gruppe standen von Beginn an die Reduktion der Komplexität, die Optimierung der Filialstruktur sowie die Positionierung als regionaler, inhabergeführter Qualitätsanbieter. Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir hierzu nicht nur ein passgenaues Konzept erarbeitet, sondern bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt und die Neuausrichtung somit bereits auf einen guten Weg gebracht“, erklärt Bozidar Radner, geschäftsführender Gesellschafter der Buchalik Brömmekamp, der die Restrukturierung des Unternehmens mit seinem Team begleitet.
Im Rahmen der Optimierung der Filialstruktur übernahm Frischback von der ebenfalls insolventen elmi-Bäckerei sechs Filialen. Den dort gekündigten Mitarbeitern konnten von Frischback neue Stellen angeboten werden. Weiterhin übernahm die Bäckerei innerhalb des Sanierungsverfahrens weitere attraktive Filialstandorte wie das Café am Dom in Erfurt. „In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmerfamilie ist es uns so gelungen, die Frischback-Gruppe sowohl auf die Bedürfnisse der Unternehmerfamilie Heyl anzupassen als auch produktions- und vertriebsseitig fit für die Zukunft zu trimmen. Mit einer weiteren Verstärkung durch einen branchenerfahrenen Vertriebsgeschäftsführer wird die Neuausrichtung in den kommenden Jahren nachhaltig fortgeführt und vertieft werden“, so Dr. Hubertus Bartelheimer, der federführend die insolvenzrechtliche Beratung der Unternehmensgruppe begleitet. Dr. Bartelheimer ist geschäftsführender Gesellschafter sowie Leiter der Berliner und Dresdner Büros von Buchalik Brömmekamp.

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