Acrylamid in Lebkuchen: Ergebnisse und Vorwürfe

Am 14. Februar veröffentlichte das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) seine Untersuchungen zum Acrylamid-Gehalt in Lebkuchen aus bayerischer Herstellung, die in der Lebkuchensaison 2016 durchgeführt wurden. 132 Proben wurden untersucht, 25 stammten aus industrieller, 107 Proben aus handwerklicher Herstellung. Bei 89,4 % der Proben wurde der EU-weit gültige Richtwert für Acrylamid von 1.000 µg/kg eingehalten, 10,6 % der Proben überschritten den Wert. Laut LGL zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede zwischen Lebkuchen aus industrieller und handwerklicher Produktion. In den Proben aus industrieller Herstellung wurden, abgesehen von einer Ausnahme (288 µg/kg), Gehalte bis ca. 110 µg/kg festgestellt. Auch einige Lebkuchen aus handwerklicher Produktion haben nur geringe Gehalte, der weitaus überwiegende Anteil dieser Erzeugnisse hat jedoch deutlich höhere Konzentrationen an Acrylamid. Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.
Am 15. Februar wirft die Verbraucherschutzorganisation foodwatch dem LGL vor, sie habe die Ergebnisse sieben Wochen nach Weihnachten und damit ihrer Meinung nach zu spät veröffentlicht. Auf ihrer Website spricht sie von einem „Schildbürgerstreich aus Bayern“.
Die LGL erklärt dazu: "Für die Veröffentlichung der Herstellernamen sieht der Gesetzgeber ein Anhörungsverfahren der betroffenen Betriebe vor. Dieses hat das LGL durchgeführt und nachdem die Bescheide an die beteiligten Betriebe nun bestandskräftig geworden sind, darf das LGL die Untersuchungsdaten mit Namen nun veröffentlichen."

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