Frisch für das Kühlregal

FanoFineFood gehört mit einem Marktanteil von 30 % zu den Marktführern auf dem Markt für gekühlte Convenience-Produkte in den Niederlanden. Jahrelange Erfahrungen bei der Entwicklung neuer gekühlter Produkte und die Umsetzung von innovativen Ideen in praxistaugliche Konzepte zeichnen das Unternehmen aus.

In allen Industrieländern boomt der Markt der gekühlten Fertiggerichte. Die Bandbreite des Convenience-Angebotes reicht von Salaten, Pizza über Pasta und Kartoffelprodukten bis hin zu Ethnik-Food-Spezialitäten. Die Zeiten, als nur kochunfähige männliche Singles, die sich nicht in Restaurant trauen, als Zielgruppe galten, sind längst vorbei. Das Kühlregal des Handels bietet Sortimente für alle Sozial- und Einkommensschichten und wird von nahezu allen Teilen der Gesellschaft akzeptiert und frequentiert.

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Quiche von FanoFineFood werden im Kühlregal des Handels angeboten


Geschichte
Die heutige FanoFineFood ist aus dem Zusammenschluss von Fine Food in Emmen (gegründet 1934) und Fano in Oosterwolde (gegründet 1937) entstanden. In den 80er Jahren wurden beide Betriebe von der Royal Smilde Food Group in Heerenveen übernommen, einem Familienunternehmen, das in den Geschäftsbereichen Bäckerei, Chilled Food und Margarine/Öle/Fette international aktiv ist.

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Ein quadratisches Teigstück wird in die Form gelegt und mit einem Stempel gepresst, so dass die ganze Form gleichmäßig mit Teig ausgelegt ist. Nur jede zweite Reihe ist belegt, weil zwei unterschiedliche Formensätze eingelegt sind, um einen schnellen Formenwechsel während der Schicht zu ermöglichen. Die Formensätze lassen sich einfach von Hand tauschen.

FanoFineFood beliefert die Nahrungsmittelindustrie mit Halbfertigprodukten , Komponenten und Endprodukten und den Food Service mit Salaten und Saucen. Wichtigster Abnehmer aber ist der Lebensmittelhandel, der vorwiegend unter private label mit Fertiggerichten, Salaten, Saucen und Quiches beliefert wird. Neben Salaten und Saucen, die im Kühlregal zu finden sind, gehören frische, fertig gebackene Quiches in diversen Geschmacksrichtungen zum Highlight im Programm des Unternehmens.

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von rechts nach links: obere Etage: Teigportionierer und Transportband für die Teigstücke untere Etage: Bereitstellung der Backschalen in Formplatten

 

Flexible Herstellung von Quiche
2001 startete FanoFineFood auf Kundenanfrage mit den ersten Quiches. Damals kamen die vorgefertigten Teigschalen noch von der Schwestergesellschaft Pruvé und wurden bei Fano „nur“ gefüllt und in handwerklichen Öfen gebacken. Im ersten Jahr waren es immerhin 1,5 Mio. Stück und so bekam die Quiche ihren Platz in den hoch flexiblen Produktionsstrukturen von Fano. Werkleiter Jeroen van Dijk: „ Vor allem unser Salatgeschäft ist sehr witterungsabhängig. Ein Tag gutes Wetter und wir setzen so viel Salat um wie sonst bei schlechtem Wetter in einer ganzen Woche.“ Heute produziert Fano mehr als 7,5 Mio. Quiches jährlich.

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von rechts nach links: Bereitstellung der Backschalen, Transportband, Einlegen der Teigstücke in die Schalen

Die Quiches werden in Oosterwolde nahe Groningen produziert. Frisch und verzehrsfertig kommen sie in die Regal und bringen derzeit in top-seal- oder flow-pack-Verpackungen eine Mindesthaltbarkeit von 28 Tagen mit. Bei den kleineren Quiches mit einem Durchmesser von 15 /16 cm wird eine Folie mit der Backform versiegelt. Größere Produke mit einem Durchmesser von 19 cm wandern in ein Flow-Pack-Folie, die von einer zusätzlichen Kartonverpackung geschützt wird.

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Füllstation

 

Automatisierte Produktion
Die automatische Quiche-Produktionslinie von Rademaker liefert 4800 Stück pro Stunde. Sämtliche Teile der Linie sind aus Edelstahl. Sämtliche Stationen der gesamten Linie sind zudem so konstruiert, dass sie einer Reinigung mit Wasser. Gesteuert wird über SPS.
Die Nachfrage nach Quiche wächst zunehmend und nicht nur aus den Niederlanden, sondern auch aus Deutschland, Irland und Frankreich. Spätesten in drei Jahren soll eine zweite Linie in Betrieb genommen werden. tandhalten. Gesteuert wird über PLCs an der Linie oder über eine zentrale Produktionssteuerung.

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Die Füllung ist eine flüssige Eimischung mit Gemüse- und Fleischstücken

 

Turn-Key-Projekt
Rademaker B.V aus dem niederländischen Culemborg hat die Linie als Turn-Key-Projekt gebaut. Der Teig wird in einem Sancassiano-Kneter hergestellt und dann an den Teigportionierer abgegeben, dessen Trichter 300 Liter Volumen fasst. Am unteren Ende drehen sich zwei Portionierwalzen, die mit jeder 90°-Drehung ein Stück Teig abschneiden und auf das darunter laufende Band ablegen, das die Teigstücke zum Teigbandformer transportiert. Das Teigband wird in Streifen geschnitten, die wiederum von einer Guillotine in Stücke geschnitten werden. Über die Schneideabstände wird sichergestellt, dass gewichtsgenaue Stücke in die Backschalen abgelegt werden.
Die Backschalen aus Aluminium oder einem Verbundmaterial werden parallel zur Teigbandherstellung automatisch in die Formplatten eingelegt und gefettet. Diese Formplatten geben der Backschale einerseits Halt, andererseits transportieren sie sie. Die Platten sind mit verschiedenen Öffnungen für unterschiedliche Schalengrößen versehen und lassen sich leicht auswechseln. In der Regel laufen die Backschalen in einer Formplatte nebeneinander. Teigformung, Teigportionierung und –ablage sind mit dem Einlegen und dem Transporttempo der Backschalen synchronisiert.

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Von der Füllstation werden die Formen vereinzelt auf ein Zuführband zum Ofen transportiert, den sie dann in Reihen durchlaufen

Das eigentliche Ausformen der Quiche-Schale erfolgt durch wassergeheizte Presswerkzeuge. Während das Werkzeug von oben den Teig in die Backschale drückt und dafür sorgt, dass die Schale überall gleichmäßig mit Teig ausgekleidet wird, wird die Schale gleichzeitig von unten mit einem Werkzeug gegen den Presskopf gedrückt. Bevor jedoch gepresst wird, senkt sich ein Ring über den Rand der Backschale, so dass kein Teig entweichen kann. Der Presskopf stellt zudem sicher, dass jedes Schale bis zum Rand mit Teig ausgekleidet ist. In der Vergangenheit wurden solche Pressstationen üblicherweise hydraulisch angetrieben, Rademaker hat bei Fano eine über Servomotoren geregelte Lösung installiert.

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Von der Füllstation werden die Formen vereinzelt auf ein Zuführband zum Ofen transportiert, den sie dann in Reihen durchlaufen

Die fertig mit Teig ausgekleidete Quiche-Backschale wandert in der Formplatte weiter zur Füllstation, wo Spot-Depositoren flüssige wie halbflüssige oder mit Stückchen durchsetzte Füllungen in die Teigschalen dosieren. Das Füllvolumen der vier Depositoren lässt sich von 115 bis 900 ccm pro Dosiervorgang regeln. Die Austrittsdüse hat einen ausreichenden Durchmesser, so dass sicher gestellt ist, dass keine stückigen Inhaltsstoffe zerquetscht werden. Nach jedem Schließen der Düse sorgt ein kurzer Luftdruck dafür, dass kein Nachlauf austritt. Falls nötig, folgt eine sanfte Einebnung der Füllung in die Teigschale durch eine Oberflächenpressung.
Während die Schalen auf dem Band weiterlaufen, lassen sich je nach Produktausprägung von Hand Dekorationen auflegen. Das kommt vor allem zu besondern Anlässen vor. In der Osterzeit werden beispielsweise kleine Chargen Lachs-Quiches gebacken, auf deren Oberfläche Lachsstreifen zu sehen sind.

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Ofeneinlauf

Danach werden die Formen aus den Platten gedrückt und auf einem Band in 12er Reihen neu formiert, in denen sie anschließend durch den Turbo III- Ofenvon DFE Meincke laufen, um bei steigenden Temperaturen von 185 bis 200 °C gebacken zu werden. Nach dem Abkühlen und Verpacken werden die Quiche an die Supermärkte ausgeliefert, wo sie im Kühlregal auf ihre Käufer warten.

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Ofenauslauf

 

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